Diabetischer Fuss: Was tun, worauf sollte man achten?

Gesundheitstipps

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 1. August 2022, Lesezeit: 4 Minuten

Bei dem diabetischen Fuß-Syndrom handelt es sich um eine häufig auftretende Folgeerkrankung bei Diabetern.

  • Wenn man sich als Diabetiker nicht um seine Füße kümmert, läuft man Gefahr, Wunden oder Infektionen zu bekommen, die im schlimmsten Fall zu Amputationen führen können.

Was kann man bei Diabetes Füße tun, worauf sollte man achten?

Mit den folgenden Fußpflegetipps lassen sich die genannten Risiken für Diabetiker verringern – insbesondere dann, wenn sie bereits unter diabetischen Fußsyndrom, auch bekannt als diabetischer Fuß leiden:

1) Kontrollieren sie die Füße täglich – vor allem, wenn sie eine geringe Empfindlichkeit (Sensitivität) oder kein Gefühl in den Füßen haben. Wunden, Schnitte und Schürfwunden könnten unbemerkt bleiben und sie könnten Probleme entwickeln, die zu Amputationen führen.

2) Gehen sie nicht barfuß herum, auch nicht im Haus. Es ist leicht, auf etwas zu treten oder sich an den Zehen zu stoßen und sich zu schneiden. Schützen sie die Füße mit Socken/Strümpfen und Schuhe/Pantoffeln.

3) Seien sie vorsichtig, wenn sie Hühneraugen oder Schwielen haben. Erkundigen sie sich bei einem Arzt oder Podologen, wie sie diese am besten versorgen können. Waschen sie die Füße täglich in warmem Wasser. Und weichen sie die Füße nicht ein (auch nicht, wenn sie den ganzen Tag gestanden haben), da dies die Haut austrocknen und Risse oder Wunden bilden könnte.

5) Achten sie besonders darauf, die Füße vollständig abzutrocknen, besonders zwischen den Zehen. Dies sind natürliche Feuchtigkeitsfallen – sie feucht oder nass zu lassen, könnte alle möglichen Probleme verursachen.

6) Trainieren sie die Beine und Füße regelmäßig. Auch im Sitzen können sie die Knöchel drehen, mit den Zehen wackeln oder die Beine auf und ab bewegen. All dies hält die Blutzirkulation in Gang und hilft, das Risiko von Fußproblemen zu minimieren.

7) Lassen sie die Füße mindestens einmal im Jahr professionell auf Empfindlichkeit und Anzeichen von Problemen untersuchen.  Dies können sie in der Regel bei der jährlichen Kontrolle der HbA1c-Werte (Blutzuckerspiegel über einen Zeitraum von 3 Monaten), des Blutdrucks und des Cholesterins veranlassen.

Achten sie ständig auf Ihre Füße. Holen sie sich Hilfe von Fachpersonal (Fußpflegedienst, Arzt, Diabetiker-Krankenschwester oder Podologe), wenn sie sich beim Schneiden der Nägel oder bei der Untersuchung auf Wunden nicht bücken können. Diese einfachen Maßnahmen helfen das, das Risiko von schmerzhaften Fuß-Problemen zu reduzieren.

Beim diabetischen Fußsyndrom, auch bekannt als „diabetischer Fuß„, handelt es sich um ein Syndrom pathologischer Veränderungen, das auf einer schmerzlosen sensorischen Neuropathie und/oder einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit bei Vorliegen von Diabetes mellitus beruht.

Es tritt am häufigsten bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 auf und ist mit einem hohen Risiko für schlecht heilende Wunden am Fuß verbunden.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

ddp

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