Studie: Wie Meditation dabei helfen kann, weniger Fehler zu machen

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Torsten Lorenz, Beitrag vom 22. November 2021

Wirkung von Meditation auf das Gehirn: Eine Studie Studie der Michigan State University untersuchte, wie die Open Monitoring Meditation (Aufmerksamkeitsmeditation) – also eine Meditation, bei der die Aufmerksamkeit auf Gefühle, Gedanken oder Empfindungen gerichtet wird – die Gehirnaktivität in einer Weise verändert, die auf eine verbesserte Fehlererkennung schließen lässt.

Besonders erstaunlich war für die Forscher, dass bereits eine einzige 20-minütige Sitzung einer geführten Meditation Veränderungen der Gehirnaktivität bei Nicht-Meditierenden bewirken kann.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass verschiedene Formen der Meditation unterschiedliche neurokognitive Auswirkungen haben können.

Bei einigen Formen der Meditation konzentriert man sich auf ein einzelnes Objekt, in der Regel den Atem, aber die Open Monitoring Meditation ist anders. Bei der Open Monitoring Meditation geht es darum, sich nach innen zu wenden und auf alles zu achten, was in Geist und Körper vor sich geht. Das Ziel ist es, ruhig zu sitzen und genau darauf zu achten, wohin der Geist reist, ohne sich zu sehr in der Szenerie zu verfangen.

Für die Studie rekrutierten die Forscher mehr als 200 Teilnehmer, um zu testen, wie sich die Open Monitoring Meditation darauf auswirkt, wie Menschen Fehler erkennen und auf sie reagieren.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zuvor noch nie meditiert hatten, wurden durch eine 20-minütige Meditationsübung mit offener Aufmerksamkeit geführt, während die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die Gehirnaktivität mittels Elektroenzephalographie (EEG) maßen. Anschließend absolvierten sie einen computergestützten Ablenkungstest.

Das EEG kann die Hirnaktivität im Millisekundenbereich messen, man erhielt präzise Messungen der neuronalen Aktivität direkt nach Fehlern im Vergleich zu richtigen Antworten.

Etwa eine halbe Sekunde nach einem Fehler tritt ein bestimmtes neuronales Signal auf, die so genannte Fehlerpositivität, die mit der bewussten Fehlererkennung verbunden ist. Die Forscherinnen und Forscher fanden heraus, dass die Stärke dieses Signals bei den Meditierenden im Vergleich zu den Kontrollpersonen erhöht ist.

Auch wenn die Meditierenden keine unmittelbare Verbesserung der tatsächlichen Aufgabenleistung erzielten, bieten die Ergebnisse der Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen einen vielversprechenden Einblick in das Potenzial von kontinuierlicher Meditation.

Den Autoren der Studie zufolge sind die Ergebnisse ein deutlicher Beweis dafür, was nur 20 Minuten Meditation bewirken können, um die Fähigkeit des Gehirns, Fehler zu erkennen und darauf zu achten, zu verbessern.

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie wurden in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Brain Sciences veröffentlicht.

Quellen: Michigan State University / Brain Sciences, 2019; 9 (9): 226 DOI: 10.3390/brainsci9090226

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