Lavendel – Wirkung, Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Heilpflanzen

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 17. Januar 2023, Lesezeit: 2 Minuten

Lavendel (Lavandula angustifolia) ist in den Ländern des Mittelmeerraums beheimatet, darunter Frankreich, Spanien und Italien.

Lavendel wird zum Aromatisieren von Lebensmitteln und Getränken sowie als Duftstoff in Seifen und Kosmetika verwendet. Er wird als Nahrungsergänzungsmittel bei Angstzuständen, Depressionen, Verdauungsbeschwerden und anderen Beschwerden angeboten.

  • Es wird auch für die topische Anwendung (Auftragen auf die Haut) und die Verwendung in der Aromatherapie eingesetzt.

Studien zur Wirksamkeit von Lavendel

Es wurden wissenschaftliche Studien über die Verwendung von Lavendel bei einer Reihe von Erkrankungen durchgeführt, aber es gibt noch nicht genügend wissenschaftliche Untersuchungen in ausreichender Qualität, um endgültige Schlussfolgerungen über seine Wirksamkeit ziehen zu können.

Studien zu einem Lavendelölprodukt, das oral (durch den Mund) eingenommen wird, lassen vermuten, dass es bei Angstzuständen hilfreich sein könnte, aber aufgrund der begrenzten Forschungsergebnisse, einschließlich der geringen Größe der Studien, können keine definitiven Schlussfolgerungen über seine Wirksamkeit gezogen werden.

  • Es ist ungewiss, ob Lavendelöl als Aromatherapie bei Angstzuständen oder anderen Erkrankungen hilfreich ist.

Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Der Verzehr von Lavendel in den Mengen, die üblicherweise in Lebensmitteln verwendet werden, ist wahrscheinlich gesundheitlich unbedenklich. Die kurzzeitige orale Einnahme von Lavendel in den Mengen, die in Studien zur Behandlung von Angstzuständen oder anderen Erkrankungen getestet wurden, könnte ebenfalls ungefährlich sein.

  • Die äußerliche Anwendung von lavendelhaltigen Produkten kann bei manchen Menschen allergische Hautreaktionen hervorrufen.

Bei Kindern, die lavendelhaltige Produkte zur äußerlichen Anwendung verwendet haben, wurden einige Fälle von geschwollenem Brustgewebe gemeldet.

Es ist jedoch unklar, ob Lavendel für das Anschwellen der Brust verantwortlich war, ein Zustand, der viele Ursachen haben kann. Ob es gesundheitlich unbedenklich ist, Lavendel während der Schwangerschaft oder der Stillzeit zu verwenden, ist nicht bekannt.

Quellen

  • MedizinDoc mit Material von National Institutes of Health (NIH) / NHS/ NCCIH

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Diese niedrigen Zahlen führten zu einem wissenschaftlichen Widerspruch Warum sollte die menschliche Lebensspanne weitaus weniger genetisch beeinflusst sein als fast alle anderen komplexen menschlichen Merkmale, von der Körpergröße über den Intelligenzquotienten bis hin zur Herzgesundheit --- ## Die methodische Schwäche Extrinsische Sterblichkeit Forscherinnen und Forscher des Weizmann Institute of Science in Rehovot (Israel), des Karolinska Institutet in Stockholm und des Leiden University Medical Center haben nun eine entscheidende methodische Schwachstelle in den bisherigen Studien identifiziert. Das Problem Frühere Berechnungen bezogen alle Todesursachen ein, also auch solche, die nichts mit dem biologischen Alterungsprozess des Körpers zu tun haben. Unfälle im Straßenverkehr, Tötungsdelikte, Ertrinken oder tödliche Infektionskrankheiten – all das sind sogenannte extrinsische Todesursachen. 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Anschließend wurden zwei Arten von Zwillingskohorten analysiert - Zusammen aufgewachsene Zwillinge, die ähnliche Umwelteinflüsse teilten - Getrennt aufgewachsene Zwillinge, bei denen Umwelteinflüsse stärker abweichen Durch den Vergleich dieser Gruppen und die Bereinigung um extrinsische Todesursachen gelangten die Forschenden zu einer neuen Schätzung Die Erblichkeit der intrinsischen menschlichen Lebensspanne liegt bei über 50 Prozent. --- ## Was bedeutet „Erblichkeit von 50 Prozent Ein häufiges Missverständnis muss hier ausgeräumt werden Eine Erblichkeit von 50 Prozent bedeutet nicht, dass die Hälfte des eigenen Lebens von den Genen „vorprogrammiert ist. Der Begriff beschreibt vielmehr, wie viel der Variation in der Lebensspanne innerhalb einer Population auf genetische Unterschiede zwischen Individuen zurückzuführen ist. ### Vergleichbare Werte bei anderen Merkmalen Ein Erblichkeitswert von etwa 50 Prozent gilt in der Genetik als substanziell. Zum Vergleich - Körpergröße ca. 80 Prozent - Body-Mass-Index (BMI) ca. 40–70 Prozent - Blutdruck ca. 30–50 Prozent - Typ-2-Diabetes ca. 25–50 Prozent Die neue Studie ordnet die menschliche Lebensspanne damit in die gleiche Kategorie wie viele andere medizinisch relevante komplexe Merkmale ein. Dieser Befund steht auch im Einklang mit der Erblichkeit der Lebensspanne bei anderen Spezies. --- ## Warum dieser Befund für die Medizin bedeutsam ist ### Longevity-Gene als Schlüssel zum Altern Eine hohe genetische Erblichkeit der Lebensspanne hat direkte Konsequenzen für die biomedizinische Forschung. Je stärker ein Merkmal genetisch verankert ist, desto aussagekräftiger sind genomweite Assoziationsstudien (GWAS), die nach spezifischen Genvarianten suchen. 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Dennoch bestehen offene Fragen - Welche spezifischen Genvarianten tragen am stärksten zur intrinsischen Lebensspanne bei - Wie interagieren genetische und epigenetische Faktoren im Alterungsprozess - Lassen sich die Befunde auf verschiedene Ethnizitäten und geographische Populationen übertragen Diese Fragen werden die Forschung in den kommenden Jahren beschäftigen. Die vorliegende Studie legt dafür ein wichtiges methodisches Fundament. --- ## Häufig gestellte Fragen (FAQs) Bedeutet eine Erblichkeit von 50 Prozent, dass mein Lebensalter zur Hälfte feststeht Nein. Erblichkeit ist ein statistisches Konzept, das die Variation innerhalb einer Population beschreibt, nicht ein Schicksal des Einzelnen. Lebensstil, Umwelt und medizinische Versorgung spielen weiterhin eine erhebliche Rolle. 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Genetic influence on human lifespan and longevity. Human Genetics, 119(3), 312–321. httpsdoi.org10.1007s00439-006-0144-y Kaplanis, J., Gordon, A., Shor, T., Weissbrod, O., Geiger, D., Wahl, M., Gershovits, M., Markus, B., Sheikh, M., Gymrek, M., Bhatia, G., MacArthur, D. G., Price, A. L., & Erlich, Y. (2018). Quantitative analysis of population-scale family trees with millions of relatives. Science, 360(6385), 171–175. httpsdoi.org10.1126science.aam9309 Christensen, K., Johnson, T. E., & Vaupel, J. W. (2006). The quest for genetic determinants of human longevity challenges and insights. Nature Reviews Genetics, 7(6), 436–448. httpsdoi.org10.1038nrg1871 Franceschi, C., Garagnani, P., Parini, P., Giuliani, C., & Santoro, A. (2018). Inflammaging a new immune-metabolic viewpoint for age-related diseases. Nature Reviews Endocrinology, 14(10), 576–590. httpsdoi.org10.1038s41574-018-0059-4 López-Otín, C., Blasco, M. A., Partridge, L., Serrano, M., & Kroemer, G. (2013). 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