Studie: Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und langfristiger Feinstaubbelastung

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Torsten Lorenz, Beitrag vom 5. Dezember 2021

Luftverschmutzung ist nach Angaben der WHO das größte Gesundheitsrisiko weltweit und für mehr als 4,2 Millionen Todesfälle pro Jahr verantwortlich.

Darüber hinaus trägt die chronische Feinstaubbelastung zum Risiko von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen bei und wird insbesondere mit Bluthochdruck in Verbindung gebracht.

Dies geht aus einer Studie des Biomedical Research Networking Centre in Diabetes and Associated Metabolic Disorders und des Biomedical Research Institute of Málaga hervor, die in Scientific Reports veröffentlicht wurde.

Die Studie untersucht die Auswirkungen der Feinstaubbelastung auf das langfristige Auftreten von Bluthochdruck in Spanien und unterstreicht die Notwendigkeit, die Luftqualität so weit wie möglich zu verbessern, um das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Bevölkerung zu verringern.

An der Studie nahmen 1.103 Personen im Alter zwischen 18 und 83 Jahren teil. Keiner der Probanden litt zu Beginn der Studie (2008-2010) an Bluthochdruck. Die Teilhehmer der Studie wurden wurden bis 2017 beobachtet.

Den Studienteilnehmern wurden jeweils Luftverschmutzungskonzentrationen für Feinstaub zugeordnet, die durch kombinierte Modellierung mit Messungen an Luftqualitätsstationen ermittelt wurden. Während dieses Zeitraums wurden insgesamt 282 Fälle von Bluthochdruck registriert.

Bereist mehrere frühere Studien hatten den Forschern zufolge den kurz- und langfristigen Zusammenhang zwischen Luftschadstoffen und Bluthochdruck und Blutdruckwerten beschrieben, aber nur wenige Studien haben sich mit dem Zusammenhang zwischen der langfristigen Belastung gegenüber diesen Partikeln und dem Auftreten von Bluthochdruck auf der Grundlage einer Langzeitstudie beschäftigt.

Während des Studienzeitraums wurden die Probanden in einem Krankenhaus medizinisch untersucht, und es wurden Blutproben entnommen.

Außerdem wurden anhand eines Fragebogens Informationen über Alter, Geschlecht, Bildungsstand, ethnische Zugehörigkeit, Rauchen, Alkoholkonsum und andere Variablen erhoben.

Der Lebensmittelkonsum wurde mit Hilfe eines Fragebogens zur Einhaltung der Mittelmeerdiät ermittelt, das Ausmaß der körperlichen Betätigung wurde analysiert und der BMI berechnet.

Der Blutdruck wurde mit einem Blutdruckmessgerät gemessen und als Bluthochdruck eingestuft, wenn der mittlere systolische Blutdruck größer oder gleich 140 mmHg und/oder der mittlere diastolische Blutdruck größer oder gleich 90 mmHg war.

Große Gefahr für das Herz-Kreislauf-System: Die Daten stehen im Einklang mit einer Vielzahl von Hinweisen darauf, dass Luftverschmutzung zur Entstehung von Bluthochdruck beitragen kann. Sie unterstützen auch die Annahme, dass die partikelförmige Komponente der Luftverschmutzung die größte Bedrohung für das Herz-Kreislauf-System darstell, so die Forscher.

Quellen: Biomedical Research Networking Centre in Diabetes and Associated Metabolic Disorders / Biomedical Research Institute of Málaga / Viyey Doulatram-Gamgaram et al, Association between long term exposure to particulate matter and incident hypertension in Spain, Scientific Reports (2021). DOI: 10.1038/s41598-021-99154-7

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