Washington State University: Größeres Risiko für schwarzen Hautkrebs durch UV-Licht als vermutet

Washington State University: Größeres Risiko für schwarzen Hautkrebs durch UV-Licht als vermutet

Krebs, Medizin News, Gesundheit und Forschung

Ein Beitrag der Medizin Doc Redaktion vom 18. November 2020

Forschungen der Washington State University (WSU) zeigen, dass ultraviolettes Licht (UV-Licht) neue Arten von DNA-Schäden hervorruft, die die schwerste Form von Hautkrebs, das maligne Melanom (Schwarzer Hautkrebs), verursachen können.

Das geht aus einer Forschungsarbeit von Wissenschaftlern der Fakultät für molekulare Biowissenschaften der Washington State University mit Backhefe (Backhefe ist ein Modell-Organismus für viele genetische Studien) hervor, die von den WSU-Forschern John Wyrick und Steven Roberts vom College of Veterinary Medicine geleitet wurde.

Während das Melanom mit UV-Licht in Verbindung gebracht wurde, wird in dieser Studie die UV-Belastung direkt mit den atypischen Mutationen in Verbindung gebracht, die für die Ausbreitung der Krankheit bekannt sind. Aus den Ergebnissen geht auch hervor, dass UV-Licht ein vielfältigeres Mutationsspektrum verursachen kann als bislang angenommen.


Es wurde die Frage diskutiert, in welchem Umfang UV-Licht die Mutationen verursacht, die den Krebs tatsächlich auslöst. Aus der Studie der Forscher geht nun hervor, dass UV-Licht eine wichtige Rolle bei der Erzeugung von Mutationen spielt, die spezifisch für das Wachstum und die Ausbreitung des maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) sind.

Wie auch beim Menschen schädigt UV-Licht die DNA und erzeugt Mutationen in der Bäckerhefe, was es zu einem idealen Untersuchungsmodell dafür macht, wie gefährlich die daraus resultierenden Mutationen sein können.

Über einen Monat hinweg bestrahlten die Forscher Hefezellen von 150 Hefekolonien insgesamt 15 Mal im Abstand von 8 Sekunden mit UV-Licht. Dabei verwendeten sie UV-C-Strahlung, die stärkste Form oder ultraviolettes Licht. Anschließend nutzten die Forscher die Sequenzierung des gesamten Genoms, um schätzungsweise 50.000 Mutationen zu identifizieren, die in den Zellen aufgrund der UV-Bestrahlung auftraten.

Dabei stellte sie fest, dass etwa die Hälfte aller in den bestrahlten Zellen gefundenen Mutationen seltene Mutationen waren, die mit einem Melanom in Verbindung stehen.

Bis dato ging man davon aus, dass UV-Schäden in der DNA auf zwei der DNA-Basen beschränkt sind: C (Cytosin) oder T (Thymin). Aus dieser neuen Forschung geht jedoch hervor, dass UV-Schäden auch bei A (Adenin) DNA-Basen mit niedriger Frequenz auftreten, ein überraschendes Ergebnis.

Die Forscher der Washington State University konnten auch zeigen, dass eine einzige intensive Exposition mit ultravioletter B-Strahlung, die im Sonnenlicht vorhanden ist, ebenfalls die atypischen Mutationen auslösen könnte. Die Studienergebnisse wurden in dem wissenschaftlichen Fachblatt Cell Reports veröffentlicht.

Schwarzer Hautkrebs, auch malignes Melanom genannt, ist ein bösartiger Tumor der Haut. UV-Strahlung ist der größte beeinflussbare Risiko-Faktor für die Entwicklung von schwarzen Hautkrebs (maligne Melanom). Schwarzer Hautkrebs kann überall auf der Haut auftreten, auch an Körperstellen, die von Haaren bedeckt sind und oder die nicht besonders stark dem Sonnenlicht ausgesetzt sind.

(Quellen: Washington State University / Journal Cell Reports)

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