Grauen Star operieren – Risiken, Ablauf und Heilungsprozess

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 31. März 2023, Lesezeit: 5 Minuten

Trübe Augen, getrübte Sicht? Es könnte Grauer Star sein: Eine der häufigsten Ursachen für eine getrübte Sicht ist der Graue Star (Katarakt).

Der Graue Star (Katarakt; ICD-10-Code: H28, H25, H26, Q12) ist eine Erkrankung des Auges, bei der sich die Augenlinse eintrübt.

  • Dadurch nimmt die Sehschärfe ab, vor allem feine Details können nicht mehr scharf gesehen werden (verschwommenes Sehen) und die Blendempfindlichkeit nimmt zu.

Was ist die Ursache für Grauen Star?

Natürliche Alterung der Augenlinse: Der Graue Star ist Teil des normalen Alterungsprozesses. Er entsteht, wenn sich die Eiweiße in der Augenlinse mit der Zeit abbauen und verklumpen. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, am Grauen Star zu erkranken.

Risikofaktoren für Grauen Star

Rauchen, Sonnenlicht, Medikamente und Augenverletzungen: Manche Menschen erkranken früher am Grauen Star als andere. Rauchen oder starke Sonneneinstrahlung können das Risiko erhöhen, am Grauen Star zu erkranken.

Auch bestimmte Augenoperationen oder Augenverletzungen können einen Grauen Star auslösen. Auch bestimmte Medikamente können das Katarakt-Risiko erhöhen.

Welche Symptome treten auf?

Der Graue Star (Katarakt) verursacht zunächst keine Beschwerden. Mit der Zeit kann die Sicht jedoch trüb oder verschwommen werden.

Farben können blass erscheinen. Möglicherweise sehen Sie nachts nicht mehr so gut wie früher. Lampen, Sonnenlicht oder Scheinwerfer können zu hell erscheinen, die Blendempfindlichkeit nimmt zu.

  • Um Lichtquellen kann ein heller Schein entstehen. Oder man sieht zwei Bilder statt eines.

Diese Symptome können auch auf andere häufige Augenprobleme hinweisen. Bei Sehproblemen und/oder erhöhter Blendempfindlichkeit der Augen sollte ein Augenarzt aufgesucht werden.

Grauer Star: Diagnose und Behandlung

Was tun, wenn die Augen getrübt sind (Eintrübung der Augenlinse)?

Diagnose: Die Ärztin oder der Arzt kann zunächst eine Augenuntersuchung mit Pupillenerweiterung durchführen. Dabei wird ein Teil des Auges, die Pupille, mit Augentropfen erweitert. So kann der Arzt oder die Ärztin das Auge auf Grauen Star und andere Augenkrankheiten untersuchen.

Bei einem leichten Grauen Star kann man mit einer Vergrößerungslinse und hellerem Licht besser sehen. Eine Sonnenbrille, die Blendeffekte reduziert, kann helfen, im Freien besser zu sehen.

Kataraktoperation – Risiken und Heilungsprozess

Die einzige wirklich wirksame Behandlung des Grauen Stars ist jedoch die Kataraktoperation. Wenn der Graue Star so weit fortgeschritten ist, dass er die täglichen Aktivitäten behindert, ist eine Linsenaustauschoperation derzeit die einzige Behandlungsmöglichkeit.

Laut Dr. Chantal Cousineau-Krieger, Augenärztin am National Eye Institute (NEI), hat sich die Kataraktchirurgie in den letzten zehn Jahren ständig verbessert.

Die Wahrscheinlichkeit, nach der Operation keine Brille mehr zu benötigen, ist deutlich gestiegen. Der chirurgische Eingriff kann also nicht nur die Sehkraft wiederherstellen, sondern unter Umständen sogar verbessern, so die Augenärztin.

Kataraktoperation – Ablauf und Heilungsprozess

Eine Kataraktoperation dauert in der Regel nur wenige Minuten: Zunächst wird die getrübte Linse mit Ultraschall oder einem Laser (beispielsweise einem niederenergetischen Femtolaser) zertrümmert bzw. zerkleinert und anschließend abgesaugt. Anschließend wird eine Kunstlinse eingesetzt (implantiert).

Die Katarakt-Operation findet im Wachzustand statt. Allerdings bekommen die Patientinnen und Patienten während des Eingriffs spezielle Medikamente, die sie entspannen und beruhigen.

Eine Katarakt-Operation ist nicht schmerzhaft und auch der Heilungsprozess ist nicht schmerzhaft, sagt Cousineau-Krieger. Alles in allem ist die Operation sehr risikoarm. Dafür ist der Nutzen enorm. Schon am nächsten Tag können die meisten Patientinnen und Patienten besser sehen als vor dem Eingriff.

  • Laut Dr. Chantal Cousineau-Krieger, Augenärztin am NIH, ist ein weiterer Vorteil der Katarakt-Operation (Linsenaustausch), dass mit der neuen Linse oft auch Objekte in der Ferne besser gesehen werden können.

Wie man die Sehkraft seiner Augen erhalten kann

Die folgenden Maßnahmen können dazu beitragen, das Risiko von Katarakten und Sehstörungen zu verringern:

  • Tragen Sie eine Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung mit Krempe, wenn Sie sich im Freien aufhalten. So wird verhindert, dass die schädlichen UV-Strahlen der Sonne direkt in die Augen gelangen.
  • Mit dem Rauchen aufhören
  • Ernähren Sie sich gesund und ausgewogen: Viel Obst und Gemüse, besonders viel dunkles, grünes Blattgemüse.
  • Lassen Sie Ihre Augen von einem Facharzt untersuchen: Bei einer allgemeinen Augenuntersuchung kann zum Beispiel Folgendes überprüft werden: Pupillenreaktion, Sehschärfe, Augeninnendruck, Gesichtsfeldtest, Augenbeweglichkeit, Untersuchung des vorderen und hinteren Augenabschnitts.

Quellen

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Grauen Star operieren: Grauer Star – Katarakt-Operation – Patienteninformation

Quelle: Uniklinik Köln

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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