Was ist an Candida auris so gefährlich für den Menschen?

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 26. Mai 2023, Lesezeit: 4 Minuten

Wie tödlich ist Candida auris, welche Symptome sind bekannt und welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Entwicklung von Resistenzen

Die Resistenz (Widerstandsfähigkeit) von Säugetieren gegenüber invasiven Pilzerkrankungen beruht auf verschiedenen Abwehrmechanismen, zu denen auch ein wirksames Immunsystem gehört.

Candida auris scheint jedoch die Fähigkeit entwickelt zu haben, diese Abwehrmechanismen zu umgehen und sich dennoch im menschlichen Körper auszubreiten.

Candida auris ist ein gefährlicher, multiresistenter Hefepilz, der schwere Pilzinfektionen verursachen kann und häufig resistent gegen gängige Therapien ist.

  • Richtige Hygiene und Vorbeugung sind wichtig, um die Ausbreitung des Pilzes zu verhindern.

Candida auris ist ein Pilzerreger, der schwere Krankheiten verursachen kann und besonders in Krankenhäusern verbreitet ist.

Symptome, Prävention und Behandlung

Der Pilz kann Organe, Knochen, Augen und das zentrale Nervensystem befallen und eine Blutvergiftung (Sepsis)verursachen.

  • Candida auris ist häufig resistent gegen gängige Antimykotika und lässt sich nur schwer nachweisen.
  • Symptome einer Infektion sind Fieber, Schüttelfrost und Eiter an Wunden.

Besonders gefährdet sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem, wie Organtransplantierte oder Krebspatientinnen und Krebspatienten.

Übertragung: Der Pilzerreger kann von Mensch zu Mensch übertragen werden und haftet an Oberflächen.

Behandlung: Eine wirksame Behandlung ist mit Antimykotika möglich, aber einige Stämme sind gegen alle wichtigen Medikamentenklassen resistent.

  • Die Behandlung einer Infektionen mit Candida auris kann daher schwierig sein, da der verursachende Mikroorganismus häufig gegen gängige Antimykotika resistent ist.
  • In solchen Fällen ist eine Behandlung mit speziellen Antimykotika, den sogenannten Echinocandinen, erforderlich.
  • Es wird empfohlen, einen Spezialisten für Pilzinfektionen zu konsultieren, um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

Prävention: Vorbeugende Maßnahmen sind gründliche Händehygiene, die Reinigung von Oberflächen und die Verwendung geeigneter Desinfektionsmittel.

  • Candida auris ist schwer abzutöten und kann mehrere Tage auf Oberflächen überleben.

Verbreitung, Ausbreitung und Eindämmung von Candida auris

Die Verbreitung des Hefepilzes Candida auris wird unter anderem durch Reisen und den Transport (Mensch-zu-Mensch-Übertragung) infizierter Personen begünstigt.

  • Da der Pilzerreger auf verschiedenen Oberflächen haften und lange überleben kann, ist eine Übertragung von Mensch zu Mensch und über kontaminierte Oberflächen möglich.

Insbesondere in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens (wie Pflegeheimen, Seniorenheimen, etc.) besteht ein erhöhtes Risiko der Weiterverbreitung des Krankheitserregers C. auris.

Die Prävention und Kontrolle von Candida auris-Infektionen erfordert daher strenge Maßnahmen zur Infektionskontrolle, insbesondere eine gründliche Händehygiene und Oberflächenreinigung.

  • Es ist wichtig, dass das Personal in Gesundheitseinrichtungen geeignete Desinfektionsmittel verwendet, die gegen Hefepilze wie Candida wirksam sind.

Außerdem deuten Forschungsergebnisse darauf hin, dass der Klimawandel eine Rolle bei der Verbreitung von Candida auris spielen könnte.

Höhere Temperaturen könnten es den Organismen ermöglichen, sich anzupassen und die Schutzbarrieren des menschlichen Körpers zu überwinden.

  • Dies unterstreicht die Bedeutung einer ganzheitlichen Betrachtung von Infektionskrankheiten im Zusammenhang mit dem Klimawandel.

vgt


 Dieser Beitrag wurde auf der Grundlage wissenschaftlicher Fachliteratur und fundierter empirischer Studien und Quellen erstellt und in einem mehrstufigen Prozess überprüft.

Wichtiger Hinweis: Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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