M.A. Dirk de Pol, aktualisiert am 20. Juli 2022, Lesezeit: 3 Minuten

Eine in Scientific Reports veröffentlichte Studie zeigt, dass bei älteren Menschen, die ihre Lieblingsmusik, hörten, die Vernetzungs- und Erinnerungsfähigkeit des Gehirns zunahm. Das Forscherteam entdeckte, dass Musik die Lücke zwischen dem auditorischen System des Gehirns und dem Belohnungssystem, dem Bereich, der die Motivation steuert, wirksam überbrückt.

Was ist neu an dem Forschungsansatz der Studie?

Die ursprüngliche Idee für den Forschungsansatz entstand aus der Erfahrungen beim Musizieren in Pflegeheimen. Menschen, die keinen Satz beenden oder keinen Gedanken fassen konnten, konnten plötzlich zu einem gespielten Lied mitsingen.

Die Forscher ließen daher eine Gruppe älterer Erwachsener im Alter zwischen 54 und 89 Jahren acht Wochen lang jeden Tag eine Stunde lang eine Playlist hören und danach über ihre Reaktion auf die Musik Buch führen. Das Forscherteam scannte die Gehirne der Teilnehmer vor und nach dem Hören, um ihre neurologische Reaktion zu messen.

Die Wiedergabelisten waren hochgradig personalisiert und enthielten eine Kombination aus von den Teilnehmern selbst ausgewählten Pop- und Rocksongs und klassischen Stücken reichte. Die Teilnehmer bewerteten dann jedes Lied danach, wie gut es ihnen gefiel und wie vertraut es ihnen war.

Es zeigt sich dabei, dass es kein Patentrezept dafür gibt, welche Art von Musik am besten funktioniert.

Ergebnis der Studie zur Musikwirkung

Die Forscher fanden heraus, dass Musik einen auditiven Kanal direkt zum medialen präfrontalen Kortex, dem Belohnungszentrum des Gehirns, schafft. Der mediale präfrontale Kortex ist einer der Bereiche, der seine Aktivität und funktionelle Konnektivität bei alternden Erwachsenen, insbesondere bei Menschen mit Demenz, verliert, so die Forscher.

Musik, die sowohl bekannt als auch beliebt war, aktivierte die Hör- und Belohnungsbereiche tendenziell stärker. Die Musik, die die Teilnehmer selbst auswählten, stellte jedoch eine noch stärkere Verbindung zwischen diesen beiden Bereichen des Gehirns her.

Nächste Schritte

Die Forscher hoffen, dass diese Studie einen bedeutenden Einfluss auf die weitere Entwicklung von Musiktherapien haben könnte, die an Bedeutung gewonnen haben. Denn kaum bekannt war bisher, wie und in welchem Umfang Musik das Gedächtnis, die Kognition und die exekutiven Funktionen verbessern kann.

Quellen

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