Studie: Rheumatoide Arthritis und eine kurze Schlafdauer stehen in ursächlichem Zusammenhang

Gesundheitsnews, Medizin und Forschung

Dirk de Pol, Beitrag vom 21. Juli 2022

Eine zu kurze Schlafdauer steht in kausalem Zusammenhang mit einem erhöhten Risiko für rheumatoide Arthritis. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die online im Fachmagazin Frontiers in Public Health veröffentlicht wurde.

Rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke. Bei den betroffenen Patienten kommt es zu chronischen Schmerzen und Schwellungen.

Diese Symptome treten anfangs vor allem in den kleinen Gelenken der Finger und Zehen auf, später auch in verschiedenen anderen Gelenken sowie in Sehnenscheiden und Schleimbeuteln.

Schlafstörungen und rheumatoider Arthritis

Die Wissenschaftler Rui-Chen Gao von der Medizinischen Fakultät der Anhui Medical University in China und Kollegen untersuchten, ob Schlafstörungen in kausalem Zusammenhang mit rheumatoider Arthritis stehen.

Für die Untersuchung wurden sieben schlafbezogene Merkmale ausgewählt: kurze Schlafdauer, häufige Schlaflosigkeit, jegliche Schlaflosigkeit, Schlafdauer, Aufstehverhalten, morgendliche Gewohnheit (frühes Zubettgehen/Aufstehen) und Schnarchen.

Die Ergebnisvariablen wurden aus einer öffentlichen genomweiten Assoziationsstudie gewonnen, die 14.361 Fälle und knapp 44.000 Kontrollpersonen europäischer Abstammung beachtete.

Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen fanden keine Anhaltspunkte für einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von rheumatoider Arthritis und häufiger Schlaflosigkeit, jeglicher Schlaflosigkeit, Schlafdauer, Aufstehen, morgendlichem Verhalten oder Schnarchen.

Einen kausalen Zusammenhang fanden die Forscher zwischen einer kurzen Schlafdauer (sechs Stunden) und rheumatoider Arthritis. Diese Forschungsergebnisse blieben auch bei Sensitivitätsanalysen stabil.

Nach Ansicht der Studienautoren zeigen die Ergebnisse der Studie einen kausalen Zusammenhang zwischen den durch die Gene vorhergesagten Schlafmerkmalen und rheumatoider Arthritis, wobei nur der kausale Zusammenhang zwischen kurzer Schlafdauer und rheumatoider Arthritis festgestellt werden konnte, was in gewisser Weise im Widerspruch zu vielen veröffentlichten Beobachtungsstudien steht.

Quellen

ddp

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Studie: Omega 3-Fettsäuren schützen vor Gehirnalterung und verbessern das Denkvermögen

Studie: Omega 3-Fettsäuren schützen vor Gehirnalterung und verbessern das Denkvermögen

Einer wissenschaftlichen Studie zufolge verbessern Omega 3-Fettsäuren die Gehirnfunktion und abstraktes, komplexes und logisches Denken ......

Forschung: Migräne mit verhaltensbedingten und psychologischen Faktoren verbunden

Forschung: Migräne mit verhaltensbedingten und psychologischen Faktoren verbunden

Patienten mit chronischer Migräne zeigten eine höhere Tendenz zur Schmerzkatastrophisierung, ein stärkeres Gefühl der ......

Forschung: Alzheimer wird nicht durch Amyloid-Plaques ausgelöst

Forschung: Alzheimer wird nicht durch Amyloid-Plaques ausgelöst

Was löst Alzheimer aus? Forscher in den USA scheinen nun die Ursache für die Alzheimer-Krankheit gefunden zu haben ......

Was tun, wenn das Kind wählerisch beim essen ist?

Was tun, wenn das Kind wählerisch beim essen ist?

Um zu verhindern, dass ein Kind zu einem wählerischen Esser wird, ist es am besten, die Mahlzeiten mit einer Auswahl an ......


ANTI AGING FORSCHUNG
– Umkehr der Alterserscheinungen und 8 bis 18 Jahre höhere Lebenserwartung möglich? Jetzt lesen:
– GlyNAC kann Alterserscheinungen umkehren
– Glucosamin kann Lebensdauer steigern

Einer wissenschaftlichen Studie zufolge verbessern Omega 3-Fettsäuren die Gehirnfunktion und abstraktes, komplexes und logisches Denken. Omega 3-Fettsäuren: Erhaltung der Gesundheit des Gehirns Laut der Studie von Forschern der University of Texas Health Science Center kann der Verzehr von Kaltwasserfischen wie Lachs, Makrele, Thunfisch, Sardine, Hering und…
Wer ist anfällig für Migräne? Es ist bekannt, dass der Verlauf der Migräne durch Begleiterkrankungen beeinflusst wird und dass individuelle psychologische Merkmale einen Einfluss auf die Krankheit haben können. Um die Behandlung von Migräne mit nichtmedikamentösen Maßnahmen zu verbessern, ist es wichtig, die psychologischen Faktoren, die…