Eine Stunde wöchentliches Krafttraining senkt das Sterberisiko bis zu 20 Prozent

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Dirk de Pol, Beitrag vom 2. März 2022

60 Minuten Muskeltraining pro Woche sind mit einem bis zu 20 % geringeren Sterberisiko verbunden. Das gilt insbesondere für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und Krebs. Dies ist das Ergebnis einer Analyse verfügbarer Daten, die online im British Journal of Sports Medicine veröffentlicht wurde.

In ihrer Studie untersuchten japanische Wissenschaftler Daten aus 16 Beobachtungsstudien mit Probanden aus der ganzen Welt. Die Teilnehmerzahl der verwendeten Beobachtungsstudien lagen zwischen 4.000 und 480.000. Bei allen Probanden handelte es sich um Erwachsene im Alter von 18 bis 97 Jahren. Alle Teilnehmer wiesen keinerlei größere gesundheitliche Probleme auf und alle waren mindestens zwei Jahre lang beobachtet worden.

Die Auswertung der Forscher zeigte tiefgreifende Auswirkungen bei Personen, die 30 bis 60 Minuten Muskelkrafttraining pro Woche absolvierten. Dies konnten die Forscher mit einem um 10 bis 20 Prozent verringerten Risiko für den Tod aus allen nur möglichen Ursachen sowie für den Tod durch Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung bringen.

Wichtig dabei ist, dass die Auswertung keinerlei Hinweise darauf ergab, dass ein mehr als einstündiges Krafttraining pro Woche diese Risiken noch weiter senkt. Dies heißt jedoch nicht, dass es nicht auch andere aus längerem Krafttraining resultierende gesundheitliche Vorteile gäbe.

Zu dieser Art von Aktivitäten könnten Gewichtheben, die Verwendung von Widerstandsbändern, Liegestütze, Sit-ups, Kniebeugen und sogar schwere Gartenarbeit wie Graben und Schaufeln gehören. Die Forscher stellen weiterhin fest, dass diese Form der Bewegung in Kombination mit aerober Aktivität das Risiko noch weiter senkt – um 40 Prozent für die Gesamtmortalität, 46 Prozent für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und 28 Prozent für Krebs.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!


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