Dyspraxie bei Erwachsenen: Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Krankheiten und Krankheitsbilder

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 19. Januar 2023, Lesezeit: 3 Minuten

Dyspraxie, auch als Entwicklungskoordinationsstörung (DCD) bekannt, ist eine häufige Störung, die die Bewegung und Koordination beeinflusst.

Dyspraxie wirkt sich nicht auf die Intelligenz aus, kann jedoch das tägliche Leben des Betroffenen erschweren.

  • Dyspraxie kann sich auf die Koordinationsfähigkeiten auswirken, zum Beispiel auf Aufgaben, die Gleichgewicht erfordern, Sport treiben oder das Autofahren lernen, und auf die Feinmotorik, zum Beispiel Schreiben oder Verwenden kleiner Gegenstände.

Symptome einer Dyspraxie

Wie erkenn man Dyspraxie? Die Symptome einer Dyspraxie können von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein und sich im Laufe der Zeit ändern.

Es kann schwierig sein, Routineaufgaben zu erledigen, und die Bewältigung bei der Arbeit kann schwierig sein. Menschen, die unter Dyspraxie leiden, können beispielsweise Probleme haben mit:

  • Koordination, Gleichgewicht und Bewegung
  • Dem erlernen neuer Fähigkeiten, dem Denkvermögen sowie dem Erinnerungsvermögen
  • Alltagssituationen, wie etwa selbständiges An- und Ausziehen von Kleidung
  • kleine Objekte zu zeichnen und greifen
  • soziale Situationen
  • Umgang mit seinen Emotionen
  • Zeitmanagement, Planung und persönliche Organisation

Dyspraxie sollte nicht mit anderen Bewegungsstörungen wie Zerebralparese und Schlaganfall verwechselt werden. Es kann Menschen mit den unterschiedlichsten geistigen und intellektuellen Fähigkeiten betreffen.

Ursachen von Dyspraxie

Dyspraxie tritt häufiger bei Männern auf und ist oft familiär bedingt. Es ist nicht bekannt, was Dyspraxie verursacht, aber Menschen die vorzeitig geboren wurden haben möglicherweise ein höheres Risiko, daran zu erkranken.

Behandlung von Dyspraxie

Eine Behandlung der Ursachen von Dyspraxie beziehungsweise eine Heilung dieser Erkrankung ist bislang nicht möglich.

Es gibt jedoch Therapien, die dabei helfen können, die grob- und feinmotorische Koordination der betroffenen Menschen zu verbessern, um besser mit der Erkrankung umgehen zu können und in Studium, Beruf und im Privatleben erfolgreich zu sein, wie zum Beispiel:

  • Ergotherapie – kann helfen, praktische Wege zu finden, um unabhängig zu bleiben und alltägliche Aufgaben wie das Schreiben oder die Zubereitung von Speisen zu bewältigen,
  • kognitive Verhaltenstherapie (CBT) – eine Gesprächstherapie, die dabei helfen kann, Probleme zu bewältigen, indem Betroffene ihre Denk- und Verhaltensweisen ändern,
  • Physiotherapie – hierbei werden Beschwerden und Funktions-, Bewegungs- oder Aktivitätseinschränkungen des Patienten behandelt.
  • Motopädie – eine Methode zur Behandlung psycho-, senso- und soziomotorischer Leistungs-, Wahrnehmungs- und Verhaltensauffälligkeiten.

Die folgenden Tipps können auch helfen:

  • Sich fit halten – regelmäßige Bewegung hilft bei der Koordination, reduziert Ermüdungsgefühle und verhindert Gewichtszunahme.
  • Verwendung eines Kalenders oder ein Tagebuchs, um die Organisation zu verbessern. Möglicherweise in digitaler Form, um es mit dem Smartphone und/oder dem Computer zu synchronisieren.

Quellen

ddp

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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