Was tun bei Autophobie? – Ursachen, Symptome und Behandlung

Psychische Gesundheit

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 20.04.2023, Lesezeit: 3 Minuten

Die Angst vor dem Alleinsein

Autophobie (Monophobie) ist eine Phobie beziehungsweise ein andauernder Angstzustand, der durch eine übertriebene und krankhafte Furcht vor Einsamkeit, Alleinsein und dem Gefühl der Isolation gekennzeichnet ist.

  • Die Betroffenen fürchten sich davor, allein zu sein, verlassen zu werden oder zu viel Zeit allein verbringen zu müssen.

Autophobie tritt in der Regel bei Menschen auf, die in ihrer Kindheit oder Jugend Einsamkeit, Vernachlässigung und/oder Verlust erlebt haben. Welche Symptome gibt es und wie wird Autophobie behandelt?

Nicht allein sein können: Autophobie kann sich als krankhafte Angst vor dem Alleinsein, als Gefühl der Isolation äußern. Es ist auch eine Angst, zurückgewiesen oder ignoriert zu werden.

Menschen mit dieser Phobie fühlen sich manchmal ungeliebt und unerwünscht. Ein häufiges Symptom der Autophobie sind Panikattacken.

  • Andere Begriffe für diese Krankheit sind Monophobie, Isolophobie, Eremophobie. Eremophobie kann Patienten betreffen, die in der frühen Kindheit von ihren Eltern verlassen oder vernachlässigt wurden.

Autophobie Symptome

Die Autophobie (Monophobie) wird zu den phobischen Angststörungen gezählt. Die Betroffenen erleiden Panikattacken, wenn sie allein sind. Die Panikattacken gehen in der Regel mit der Unfähigkeit einher, rational zu denken.

Zu den wichtigsten körperlichen Symptomen der Autophobie gehören übermäßiges Schwitzen, beschleunigter Herzschlag, schnelle Atmung, Kopfschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, Mundtrockenheit, Durchfall und/oder Schwindel.

Das Gefühl der Angst kann durch Orte hervorgerufen werden, die mit Einsamkeit verbunden sind, sowie durch Situationen, in denen der Autophobiker allein ist. Eine Phobie kann auch die Folge einer Depression sein, muss es aber nicht.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Autophobie?

Autophobie behandeln und überwinden: Die Behandlung dieser Phobie ist der anderer Angststörungen sehr ähnlich.

Der Patient durchläuft mit Hilfe eines Psychotherapeuten oder Psychologen ein sogenanntes Rehabilitationsprogramm. Studien zeigen, dass 75 Prozent der Patienten ihre Autophobie mit einer geeigneten Therapie überwinden können.

Experten empfehlen insbesondere eine Psychotherapie nach dem kognitiv-verhaltenstherapeutischen Ansatz. Zusätzlich zur Psychotherapie werden einigen Patienten Medikamente wie Neuroleptika, Benzodiazepine oder Antidepressiva verschrieben.

Was ist eine Phobie?

Phobien sind neurotische Störungen. Eine Person, die unter einer Phobie leidet, empfindet extreme Angst und Furcht vor bestimmten Situationen oder Dingen.

Auslöser können zum Beispiel Spinnen (Arachnophobie) oder Hunde (Zynophobie) sein. Höhenangst (Akrophobie) und Angst vor Wasser (Hydrophobie) sind zwei weitere weit verbreitete Phobien. Leider weiß man noch nicht genau, was zur Entstehung einer Phobie beiträgt.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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