Blutgruppen

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Was sind Blutgruppen?

Krankheiten

ddp, Beitrag vom 8. November 2021

Wir Menschen unterscheiden uns in vier Hauptblutgruppen: A, B, AB und O. Ihre Gene entscheiden darüber, was für eine Blutgruppe Sie haben. Sie erben sie sozusagen von Ihren Eltern. Jede einzelne Blutgruppe wird noch in RhD-positiv und RhD-negativ unterschieden, sodass es letztlich zusammengenommen acht Blutgruppen gibt.

Antikörper und Antigene

Blut besteht aus roten Blutkörperchen, weißen Blutkörperchen und Blutplättchen in einer Flüssigkeit namens Plasma. Ihre Blutgruppe wird durch Antikörper und Antigene im Blut identifiziert. Antikörper sind Proteine, die im Plasma vorkommen. Sie sind Teil der natürlichen Abwehrkräfte Ihres Körpers. Sie erkennen fremde Substanzen wie Keime und alarmieren Ihr Immunsystem, wodurch sie zerstört werden. Antigene sind Proteinmoleküle, die sich auf der Oberfläche roter Blutkörperchen befinden.

Das ABO-System

Es gibt 4 Hauptblutgruppen, die vom ABO-System definiert werden:

  • Blutgruppe A – hat A-Antigene auf den roten Blutkörperchen mit Anti-B-Antikörpern im Plasma
  • Blutgruppe B – hat B-Antigene mit Anti-A-Antikörpern im Plasma
  • Blutgruppe O – hat keine Antigene, sondern sowohl Anti-A- als auch Anti-B-Antikörper im Plasma
  • Blutgruppe AB – hat sowohl A- als auch B-Antigene, aber keine Antikörper

Die Blutgruppen A (43 %) und O (41 %) sind die häufigsten Blutgruppen in Deutschland. Das Empfangen von Blut von der falschen ABO-Gruppe kann lebensbedrohlich sein. Wenn beispielsweise jemandem mit Blut der Gruppe B Blut der Gruppe A verabreicht wird, greifen seine Anti-A-Antikörper die Zellen der Gruppe A an. Aus diesem Grund darf Blut der Gruppe A niemals an Personen mit Blut der Gruppe B abgegeben werden und umgekehrt.

Da rote Blutkörperchen der Gruppe O keine A- oder B-Antigene aufweisen, können sie sicher jeder anderen Gruppe verabreicht werden.

Das Rh-System

Rote Blutkörperchen haben manchmal ein anderes Antigen, ein Protein, das als RhD-Antigen bekannt ist. Wenn dies vorhanden ist, ist Ihre Blutgruppe RhD-positiv. Wenn es nicht vorhanden ist, ist Ihre Blutgruppe RhD-negativ. Dies bedeutet, dass Sie zu einer von acht Blutgruppen gehören:

  • Ein RhD-positives (A +)
  • Ein RhD-Negativ (A-)
  • B RhD positiv (B +)
  • B RhD negativ (B-)
  • O RhD positiv (O +)
  • O RhD negativ (O-)
  • AB RhD positiv (AB +)
  • AB RhD negativ (AB-)

In den meisten Fällen kann O RhD-negatives Blut (O-) sicher jedem verabreicht werden. Es wird häufig in medizinischen Notfällen eingesetzt, wenn die Blutgruppe nicht sofort bekannt ist. Es ist für die meisten Empfänger sicher, da es keine A-, B- oder RhD-Antigene auf der Oberfläche der Zellen enthält und mit jeder anderen ABO- und RhD-Blutgruppe kompatibel ist.

Blutgruppentest

Um Ihre Blutgruppe zu bestimmen, werden Ihre roten Blutkörperchen mit verschiedenen Antikörperlösungen gemischt. Wenn die Lösung beispielsweise Anti-B-Antikörper enthält und Sie B-Antigene auf Ihren Zellen haben (Sie gehören dann zur Blutgruppe B), verklumpt sie.

Wenn das Blut auf keinen der Anti-A- oder Anti-B-Antikörper reagiert, handelt es sich um die Blutgruppe O. Eine Reihe von Tests mit verschiedenen Arten von Antikörpern kann verwendet werden, um Ihre Blutgruppe zu identifizieren.

Wenn Sie eine Bluttransfusion haben – bei der einer Person Blut entnommen und einer anderen gegeben wird – wird Ihr Blut gegen eine Probe von Spenderzellen getestet, die ABO- und RhD-Antigene enthalten. Wenn keine Reaktion auftritt, kann Spenderblut mit demselben ABO- und RhD-Typ verwendet werden.

Schwangerschaft

Schwangere erhalten immer einen Blutgruppentest. Dies liegt daran, dass wenn die Mutter RhD-negativ ist, das Kind jedoch RhD-positives Blut vom Vater geerbt hat, dies zu Komplikationen führen kann, wenn es nicht behandelt wird. RhD-negative Frauen im gebärfähigen Alter sollten immer nur RhD-negatives Blut erhalten.

Blut spenden

Die meisten Menschen können Blut spenden, aber nur einer von 25 Menschen tut dies tatsächlich. Sie können Blut spenden, wenn Sie:

  • fit und gesund sind
  • Sie mindestens 50 kg wiegen
  • 17-66 Jahre alt sind (oder 70, wenn Sie zuvor bereits Blut gespendet haben)
  • über 70 sind und in den letzten 2 Jahren Blut gespendet haben


Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen! Quellen: Der Beitrag basiert u.a. auf Informationen von MedlinePlus und Wikipedia lizenziert nach CC-by-sa-3.0 oder Open Government v3.0.

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