Essstörungen bei Jugendlichen

Studie: Soziale Netzwerke können bei Jugendlichen nicht nur Essstörungen verursachen

Essstörungen und soziale Netzwerke: Neueste Forschungen zeigen, dass Jugendliche durch soziale Netzwerke auf einen besorgniserregenden Weg geraten können. Sie entwickeln Probleme in Bezug auch  das eigene Körperbild, bis hin zu Essstörungen – da spielt es auch keine Rolle, dass sie sich sich mit ihrem Smartphone super auskennen.

Jugendliche müssen im Bereich soziale Medien bedeutend „schlauer werden“. Eine im International Journal of Eating Disorders (Wiley) veröffentlichte australische Studie ergab, dass Plattformen wie Instagram und Snapchat am häufigsten von Jugendlichen verwendet werden und am riskantesten sind. Forscher der Flinders University und der University of Western Australia hatten dazu 996 Jugendliche (Sieben- und Achtklässler) zu ihrem Nutzungsverhalten von Instagram, Facebook, Tumblr und Snapchat befragt.

52 Prozent der Mädchen und 45 Prozent der Jungen berichteten über Verhaltensweisen, die eindeutig im Zusammenhang mit Essstörungen stehen. Viele berichteten von körperlicher Betätigung und dem Auslassen von Mahlzeiten, um abzunehmen oder eine Gewichtszunahme zu verhindern. 75 Prozent der Mädchen und 70 Prozent der Jungen hatten mindestens einen Social-Media-Account, wobei Instagram der häufigste genutzt wird. Und das, obwohl die Hälfte der Jugendlichen aus der Stichprobe jünger als 13 Jahre war, dem empfohlenen Mindestalter für diese Plattformen.

Laut Dr. Simon Wilksch, Senior Research Fellow für Psychologie an der Flinders University, war die Wahrscheinlichkeit, dass Essstörungen auftreten, umso größer, je mehr Social-Media-Konten verwendet und je länger sie genutzt wurden. Die Studie ist wahrscheinlich die erste überhaupt, die eine Verbindung zwischen bestimmten Social-Media-Plattformen und einem gestörten Essverhalten von Jugendlichen untersucht hat. Der Wissenschaftler ist der Ansicht, dass die Ergebnisse Anlass zur Sorge geben. Eine Schlüsselkomponente zur Verhinderung von Essstörungen ist die Botschaft, dass unser Selbstwert durch einen Mix unserer Fähigkeiten, Werte und Beziehungen definiert werden sollte.

 

 

Social Media hingegen ermutigt junge Menschen dazu, sich stark auf ihr Aussehen und die Art und Weise zu konzentrieren, wie sie von anderen beurteilt oder wahrgenommen werden. Mit einem „Like“ steht und fällt das Selbstwertgefühl vieler junger Menschen. „Um diese eindeutigen Zusammenhänge zwischen Essstörungen und der Nutzung sozialer Medien bei jungen Menschen zu erkennen, muss noch viel mehr getan werden. Das Ziel sollte sein, ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen, damit der Druck durch soziale Medien auf junge Menschen nicht so stark wird”, so Dr. Wilksch.

Wilksch hat den Start einer australischen Testversion eines „Media Smart Online Programms“ zur Bekämpfung dieses Drucks bei Menschen im Alter zwischen 13 und 25 Jahren initiiert. Das Programm wird durch die positiven Ergebnisse aus einer ersten Studie mit 18- bis 25-jährigen Frauen gestützt, bei der im Rahmen von Media Smart Online das Auftreten von Essstörungen um 66 Prozent reduziert werden konnte. Zudem wurde die Quote für erfolgreiche Behandlungen von Essstörungen um 75 Prozent erhöht.

Zusätzlich verringerten sich zudem auch mehrere andere Risikofaktoren, wie die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Symptomen für Depressionen oder auch etwaige Gedanken über Selbstverletzung. „Wir waren mit den Ergebnissen der ersten Studie sehr zufrieden und freuen uns, das Programm in dieser neuen Studie auf ein breiteres Spektrum von Altersgruppen und Personen jeden Geschlechts auszudehnen, da wir wissen, dass diese Bedenken nicht auf Frauen beschränkt sind, so Dr. Simon Wilksch.

Eine Schlüsselbotschaft des Programms ist es, dass junge Menschen „selbst entscheiden”, welche Beziehung sie zu sozialen Medien haben möchten und wie ihre Mediennutzung zu ihren persönlichen Werten passt. Eltern, Lehrer und andere Erziehungsberechtigte beziehungsweise Personen, in deren Obhut Jugendliche sich befinden, müssen das Thema Social Media, den dort vermittelten Körperkult und eventuelle Auswirkungen im Kontext von Essstörungen offen und unaufgeregt angehen. Sie sollten versuchten, aufzuklären und positive Rahmenbedingungen schaffen. Als potentielle Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Verbote für Heranwachsende haben noch selten geholfen.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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