Neue Erkenntnisse zu Krebsrisiko in Verbindung mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 31. Oktober 2019, Lesezeit: 2 Minuten

Frühe Anzeichen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen können auch auf ein Krebsrisiko hinweisen, so neueste Studienergebnisse.

Eine von der Mayo-Klinik, Rochester, Minnesota, geleitete Studie mit 488 Herzpatienten, deren Fälle bis zu 12 Jahre lang verfolgt wurden, kommt zu dem Schluss, dass die mikrovaskuläre endotheliale Dysfunktion, ein häufiges frühzeitiges Anzeichen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, mit einem mehr als zweifachen Krebsrisiko verbunden ist.

Die Studie, die im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht wurde, zeigt, dass die mikrovaskuläre endotheliale Dysfunktion ein nützlicher Marker für die Vorhersage des Risikos von Krebserkrankungen sein kann, zusätzlich zu ihrer bekannten Fähigkeit, fortgeschrittenere Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorherzusagen.

„Die Studie zeigte, dass die nicht-invasive Bewertung der Gefäßfunktion die zukünftige Entwicklung von Krebs vorhersagen kann. Es sind weitere Studien erforderlich, aber die Beurteilung der Gefäßfunktion kann potenziell gefährdete Personen vorhersagen“, so Dr. Amir Lerman, Kardiologe an der Mayo Clinic und einer der Autoren der Studie.

Die mikrovaskuläre endotheliale Dysfunktion führt zu einer Schädigung der Wände kleiner Arterien im Herzen, was sich auf ihre Ausdehnungsfähigkeit auswirkt und den Fluss von sauerstoffreichem Blut einschränkt. Bluthochdruck, hoher Cholesterinspiegel, Fettleibigkeit und Diabetes sind nur einige der Ursachen, und zu den Symptomen einer Dysfunktion gehören Brustschmerzen. Die Erkrankung ist behandelbar, aber schwer zu erkennen.

Die Studie untersuchte die Fälle von 488 Patienten, die zwischen 2006 und 2014 in der Mayo Clinic eine mikrovaskuläre Einschätzung der Endothelfunktion durchliefen. Das nicht-invasive Verfahren, die so genannte Reaktive Hyperämie – Periphere arterielle Tonometrie (RH-PAT) ist eine nicht-invasive und benutzerunabhängige Technik zur Messung der Endothelfunktion in den Mikrogefäßen der Finger.

Der Zusammenhang zwischen mikrovaskulärer endothelialer Dysfunktion und Krebs war unabhängig, aber stärker ausgeprägt bei Männern und bei Patienten mit Faktoren wie Bluthochdruck, schwerer koronarer Herzkrankheit, Rauchen und Fettleibigkeit.

Mach Meinung von sagt Dr. Lerman sollte Ärzte diese abnormale Vasoreaktivität nicht nur auf das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen aufmerksam machen, sondern auch auf Malignität. Diese Risikovorhersage scheint der Entwicklung einer Krankheit um mehr als fünf Jahre voraus zu sein.

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