Gelbfieber-Impfung – ein effektiver Schutz

Krankheiten

ddp, Beitrag vom 9. November 2021

Im Gegensatz zu vielen anderen schweren Erkrankungen gibt einen effektiven Impfstoff gegen Gelbfieber. Wenn Sie also eine Reise in eines der Risikogebiete planen, können Sie sich wirksam gegen eine Infektion durch Impfen schützen. Die Impfung gegen Gelbfieber wird wie jede andere verabreicht; in aller Regel in den Oberarm.

Doch sollten Sie sich nicht in kompletter Sicherheit wiegen und zu sorglos werden, wenn Sie in tropischen Gegenden unterwegs sind. Es werden sehr viele gefährliche Krankheiten durch Mückenstich übertragen. Daher ist ein effektiver Schutz vor Stichen äußerst wichtig.

Wer sollte sich gegen Gelbfieber impfen lassen?

Die Gelbfieberimpfung wird empfohlen für Personen ab neun Monaten, die eine Reise planen in:

  • ein Gebiet, in dem Gelbfieber vorkommt; das betrifft Teile von Afrika südlich der Sahara, Südamerika, Mittelamerika und Trinidad in der Karibik
  • ein Land, das eine Gelbfieberimpfung verlangt

Sie sollten mindestens zehn Tage vor Reiseantritt geimpft werden, damit der Impfstoff genügend Zeit hat, um zu wirken.

Wenn Sie oder Ihr Kind die Maser-Mumps-Röteln-Impfung (MMR-Impfung) erhalten haben, müssen Sie oder sie mindestens vier Wochen warten, bevor Sie die Gelbfieberimpfung erhalten.

Wenn ein 4-wöchiger Abstnd nicht eingehalten werden kann, sollte die Gelbfieberimpfung trotzdem gegeben werden, jedoch sollte zu einem späteren Zeitpunkt über eine zusätzliche Dosis MMR nachgedacht werden. Auch eine erneute Impfung mit der Gelbfieberimpfung kann bei Dauerrisiko individuell erwogen werden.

Impfpass gegen Gelbfieber

In einigen Ländern ist vor der Einreise eine Impfbescheinigung erforderlich. Dies wird als Internationales Zertifikat für Impfung oder Prophylaxe bezeichnet. Alle Impfausweise sind inzwischen lebenslang gültig, auch ältere mit Ablaufdatum. Sie erhalten eine Bestätigung, wenn Sie gegen Gelbfieber geimpft werden.

Wie lange hält die Gelbfieberimpfung?

Die Gelbfieberimpfung bietet den meisten Menschen einen lebenslangen Schutz. Es gibt allerdings Personen, denen eine zusätzliche Impfdosis empfohlen wird, wenn sie erneut in ein Risikogebiet reisen:

  • Schwangeren
  • Kindern unter zwei Jahren
  • HIV-Patienten
  • Menschen mit geschwächtem Immunsystem
  • Patienten vor einer Knochenmarktransplantation

In seltenen Fällen kann auch eine weitere Impfdosis empfohlen, wenn grundsätzliche Bedenken hinsichtlich des Gelbfieberrisikos des Reisenden bestehen, beispielsweise wenn er längere Zeit in einem Hochrisikogebiet arbeitet oder lebt. Wenden Sie sich an ein Gelbfieber-Impfzentrum, wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie vor der Reise eine weitere Dosis benötigen.

Wer kann nicht gegen Gelbfieber geimpft werden

Es gibt einige Menschen, denen die Gelbfieberimpfung nicht verabreicht werden kann:

  • Babys unter sechs Monaten
  • Menschen mit einem extrem geschwächten Immunsystem, wie beispielsweise Menschen mit Leukämie oder Lymphomen
  • Menschen, deren Immunsystem durch Behandlungen wie Steroide und Chemotherapie geschwächt ist
  • Personen, die gegen einen der Inhaltsstoffe des Impfstoffs allergisch sind, einschließlich Personen mit einer Eierallergie
  • Menschen, die eine schwere Reaktion auf eine vorherige Dosis des Gelbfieber-Impfstoffs hatten
  • Menschen mit einer Thymusdrüsenerkrankung oder deren Thymusdrüse entfernt wurde
  • Personen über 60 Jahre, die in Gebiete reisen, in denen eine Gelbfieberimpfung im Allgemeinen nicht empfohlen wird
  • Menschen, die einen nahen Verwandten haben, der eine schwere Reaktion auf den Impfstoff hatte, die das Gehirn oder andere Organe schädigte

Wenn Sie einen Impfausweis für ein Reiseland benötigen, den Impfstoff aber nicht erhalten können, wenden Sie sich an ein Gelbfieber-Impfzentrum. Sie können Ihnen einen Befreiungsbrief ausstellen, der in Ländern akzeptiert wird, die normalerweise einen Impfausweis verlangen.

Wer kann den Impfstoff bekommen?

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine Gelbfieberimpfung möglich ist, fragen Sie einen Reisemediziner in der Impfstelle. Sie werden eine vollständige Risikobewertung basierend auf Ihrer Krankengeschichte oder der Ihres Kindes und Ihrem Reiseziel durchführen.

Zu den Personen, die möglicherweise ausnahmsweise geimpft werden, gehören:

  • ab 60 Jahren – nur wenn eine Reise in ein Risikogebiet unumgänglich ist
  • Schwangere – wenn eine Reise in ein Risikogebiet unumgänglich ist
  • Stillende – Frauen, die Babys unter neun Monaten stillen, benötigen eine Fachberatung
  • Patienten mit chronischen entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis – wenn sie eine niedrig dosierte Steroidtherapie erhalten
  • Babys im Alter von sechs bis unter neun Monaten – wenn Reisen unvermeidbar und das Risiko hoch ist, ist fachkundige Beratung erforderlich
  • Menschen mit HIV – nur nach fachärztlicher Beratung

Seien Sie besonders vorsichtig und schützen Sie sich vor Insektenstichen während der Reise, wenn Sie nicht geimpft wurden.

Nebenwirkungen der Gelbfieberimpfung

Die Gelbfieberimpfung kann einige Nebenwirkungen haben, aber das Risiko, nicht geimpft zu werden, überwiegt in der Regel das Risiko von Nebenwirkungen.

Nach der Impfung bekommt bis zu eine von drei Personen:

  • Kopfschmerzen
  • Muskelschmerzen
  • eine erhöhte Temperatur
  • Schmerzen an der Injektionsstelle

Diese Nebenwirkungen gehen normalerweise innerhalb von zwei Wochen vorüber. Selten bekommt eine Person schwerwiegendere Nebenwirkungen; etwa eine allergische Reaktion auf einen der Inhaltsstoffe des Impfstoffs. Eine sehr seltene Nebenwirkung des Impfstoffs kann Probleme mit dem Gehirn oder anderen Organen verursachen, die tödlich sein können. Dies betrifft aber vor allem Menschen

  • ab 60 Jahren
  • mit geschwächtem Immunsystem
  • denen die Thymusdrüse entfernt wurde oder die eine Störung der Thymusdrüse haben

Holen Sie ärztlichen Rat ein, wenn Sie sich innerhalb weniger Tage oder Wochen nach der Gelbfieberimpfung sehr unwohl fühlen.


Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen! Quellen: Der Beitrag basiert u.a. auf Informationen von MedlinePlus und Wikipedia lizenziert nach CC-by-sa-3.0 oder Open Government v3.0.

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