Blutmarker können Depressionen in der Schwangerschaft vorhersagen

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M.A. Dirk de Pol, aktualisiert am 1. Februar 2022, Lesezeit: 2 Minuten

Gewisse Anzeichen von Entzündungen im Blut können zuverlässig schwere Depressionen in der Schwangerschaft voraussagen. Dies geht aus einer neuen Studie hervor, die von Wissenschaftlern des Van Andel Institute und des Pine Rest Christian Mental Health Services in Michigan, USA, geleitet wurde.

Die Analyse des Wissenschaftlerteams ergab eine Reihe von 15 biologischen Markern im Blut, die mit einer Genauigkeit von 83 % vorhersagen können, ob bei schwangeren Frauen erhebliche depressive Symptome auftreten werden. Die Ergebnisse könnten Ärzten ein dringend benötigtes Instrument an die Hand geben, um Frauen mit einem Depressionsrisiko zu identifizieren und ihre Betreuung während der Schwangerschaft besser zu gestalten.

Fast eine von fünf Müttern leidet während oder nach der Schwangerschaft unter schweren Depressionen, und schätzungsweise 14 % haben Selbstmordgedanken. Die Möglichkeit, schwangerschaftsbedingte Depressionen und deren Schweregrad vorherzusagen, könnte den Schutz der Gesundheit von Müttern und ihren Kindern entscheidend verbessern.

Insgesamt zeigte die Studie, dass die Konzentration von Zytokine und Tryptophan-Metaboliten im Blut Depressionen während der Schwangerschaft vorhersagen und als klinische Risikomarker nützlich sein kann. Die Studie, die in der Zeitschrift Translational Psychiatry  veröffentlicht wurde, ist eine der ersten ihrer Art und verfolgte 114 freiwillige Frauen während ihrer Schwangerschaft. Die Teilnehmerinnen gaben Blutproben ab und unterzogen sich in jedem Trimester und in der Zeit nach der Geburt einer klinischen Untersuchung auf depressive Symptome.

Als objektive und leicht zugängliche Methode zur Bestimmung des Depressionsrisikos bietet ein Bluttest eine einfache Möglichkeit zur Identifizierung von Frauen, die während der Schwangerschaft eine Depression entwickeln könnten.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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