Studien zeigt erstmals die giftigen Wirkungen von Mikroplastik

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Dirk de Pol, Beitrag vom 31. Dezember 2021

Mikroplastik kann zu Fettleibigkeit, Diabetes, Herzkrankheiten, Krebs, Fortpflanzungsproblemen, Aufmerksamkeitsstörungen und anderen gesundheitlichen Problem führen.

Angesichts der Tatsache, dass Plastik und dadurch auch Mikroplastik weltweit überall verstärkt zu finden ist, beschäftigen sich immer mehr wissenschaftliche Untersuchungen mit den Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

Mikroplastik (Plastik, das im Meer in winzige Fragmente zerfällt) wird Studien zufolge von Meereslebewesen aufgenommen und wandert dadurch in der Nahrungskette bis zu uns hinauf. Frederick vom Saal, emeritierter Professor für Biowissenschaften an der University of Missouri, weist schon seit 2009 immer wieder darauf hin, dass es deutlichen Anzeichen dafür gebe, dass die im Mikroplastik enthaltenen chemischen Schadstoffe mit der Fettleibigkeit, Diabetes, Herzkrankheiten, Krebs, Fortpflanzungsproblemen und Aufmerksamkeitsstörungen in Verbindung stehen.

In 93 Prozent des in Flaschen abgefüllten Wassers und in menschlichen Stuhlproben aus der ganzen Welt wurden Kunststoffpartikel gefunden. Zu diesem beunruhigenden Ergebnis kommt 2018 in der Zeitschrift Frontiers in Chemistry veröffentlichte Studie.

Auch die Studien von Sherri A. Mason und ihren Kollegen aus dem Jahr 2018 haben Plastikverunreinigungen in Leitungswasser, Bier und Meersalz ergeben. Die meisten Mikroplastik-Partikel wurden dabei in Plastikflaschen gefunden wurden. Bei den Partikeln handelt es sich um Fragmente von Polypropylen, dem Kunststoff, aus dem die Deckel von Wasserflaschen bestehen. Die Plastikmenge von Wasser in Plastikflaschen im Vergleich zu Leitungswasser oder Bier erwies sich bei den Untersuchungen als doppelt so hoch.

Wissenschaftliche Untersuchungen aus dem Jahr 2020 zeigen, dass eingeatmetes Mikroplastik die Lunge schädigt, die Blut-Hirn-Schranke durchdringen und durch die enthaltenen Chemikalien auch Gehirnzellen schädigen kann.

Eine Studie vom Dezember 2021 unter der Leitung von Wissenschaftlern der Hull York Medical School befasst sich mit der Menge an Kunststoffen, die wir regelmäßig mit der Nahrung und dem Wasser zu uns nehmen, und mit der Frage, wie sich dies auf die menschlichen Zellen auswirken könnte. Dabei stellten die Forscher fest, dass die Konzentrationen, denen wir ausgesetzt sind, giftige Wirkungen haben können.

Die Studie wird als die erste ihrer Art bezeichnet, da sie untersucht, wie viel Plastik wir wahrscheinlich konsumieren und welche Auswirkungen diese Konzentrationen auf menschliche Zellen haben. Die Wissenschaftler stützten sich dabei auf drei frühere Studien, in denen die Verunreinigung von Trinkwasser, Meeresfrüchten und Speisesalz mit Mikroplastik quantifiziert wurde und die alle eine hohe Belastung des Menschen durch den Verzehr dieser Lebensmittel ergaben. Anschließend verglichen sie diese Ergebnisse anhand einer statistischen Analyse mit Erkenntnissen aus toxikologischen Studien über die Auswirkungen von Mikroplastik auf menschliche Zellen.

Toxikologische Tests zeigen dabei Reaktionen wie Zelltod und allergische Reaktionen als mögliche Auswirkungen der Aufnahme oder des Einatmens von Mikroplastik und wir Mikroplastik in Mengen auf, die schädliche gesundheitliche Auswirkungen auf uns haben, stellt der Hauptautor Evangelos Danopoulos fest.

Was können wir tun?

Wir sollten auf abgefülltes Wasser und andere Getränke in Plastikflaschen, Plastiktüten und Plastikstrohhalme verzichten. Das ist eine einfache und grundlegende Sache, die wir alle tun könnten und die einen starken Einfluss darauf haben kann, wie viel Mikroplastik in die Umwelt gelangt.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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