Studie: Wirkung von Omega-3-Fettsäuren auf die Herzfrequenz

Studie: Wirkung von Omega-3-Fettsäuren auf die Herzfrequenz

Medizin News, Gesundheit und Forschung

Ein Beitrag der Medizin Doc Redaktion vom 16. Dezember 2020

Das Fatty Acid Research Institute (FARI) hat in Zusammenarbeit mit dem Cooper Institute in einer wissenschaftlichen Forschungsarbeit die Wirkungsweise von Omega-3-Fettsäuren auf die Herzfrequenz untersucht.

Die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren auf das Herz ist seit langem bekannt, aber die genauen Gründe und Wirkungsweisen waren bisher weniger klar. Es ist zwar bekannt, dass sie den Serumtriglyzeridspiegel senken, aber der Effekt ist relativ gering. Außerdem ist nicht klar, inwieweit ein hoher Triglyzeridspiegel überhaupt einen Risikofaktor darstellt. Wie wirken also die beiden Omega-3-Fettsäuren Docosahexaensäure (DHA) und Eicosapentaensäure (EPA)?

Für die vorliegende Studie lagen den Forschern die Daten von 13.912 gesunden Männern und Frauen vor, die über eine Zeitspanne von 10 Jahren an der Cooper Clinic in Dallas an Vorsorgeuntersuchungen teilnahmen. Diese medizinischen Untersuchungen umfassten routinemäßig sowohl einen Belastungstest auf dem Laufband als auch die Messung des Omega-3-Index (das heißt der EPA+DHA-Werte der roten Blutkörperchen von OmegaQuant Analytics).

Ein Bestandteil des Belastungstests wird als “Herzfrequenz-Erholung” bezeichnet. Er bezieht sich darauf, wie schnell sich der Herzschlag nach maximaler Belastung verlangsamt. Je schneller der Herzschlag abfällt, desto gesünder ist das Herz.

Herzfrequenz - Fatty Acid Research InstituteBeim Vergleich der Erholung der Herzfrequenz der Patienten mit ihren Omega-3-Index fanden die Forscher eine signifikante Korrelation zwischen diesen beiden Variablen: Je höher der Omega-3-Index, desto schneller fiel die Herzfrequenz ab. Der Effekt war bei Frauen stärker ausgeprägt als bei Männern, aber bei beiden statistisch signifikant. Dieser Zusammenhang ist in Abbildung 1 (rechts) zusammengefasst, in der der Omega-3-Index auf der x-Achse und der Abfall der Herzfrequenz eine Minute nach Beendigung des Laufbandtests (gemessen in Schlägen pro Minute, BPM) als positive Zahl auf der y-Achse dargestellt ist. Dabei handelt es sich um die unkorrigierten Werte. (Zum Beispiel bedeutet 25 Schläge pro Minute auf der y-Achse, dass die Herzfrequenz der Person eine Minute nach Beendigung des Trainings – also bei der maximalen Herzfrequenz – um 25 Schläge pro Minute gesunken ist).

Bereinigt um Alter, die maximale kardiorespiratorische Fitness (METs), BMI und den Raucherstatus war ein um zwei Prozentpunkte höherer Omega-3-Index mit einer um 0,35 bzw. 0,69 BPM (Herzschläge pro Minute) höheren Erholung der Herzfrequenz bei Männern und Frauen verbunden (jeweils p<0,001). Frühere Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass eine langsame Erholung der Herzfrequenz mit einem erhöhten Risiko für den plötzlichen Herztod verbunden ist, was dazu passt, dass höhere EPA- und DHA-Werte mit einem geringeren Risiko für den plötzlichen Herztod verbunden sind.

Diese neuen Erkenntnisse stimmen laut Dr. William Harris, Präsident von FARI und Miterfinder des Omega-3-Index sowie einer der Autoren der vorliegenden Studie, mit den bekannten Vorteilen von Omega-3-Fettsäuren auf die Ruheherzfrequenz überein und liefern neue Erkenntnisse darüber, wie diese wichtigen Fettsäuren die Gesundheit des Herzens erhalten könne.

Diese positiven Auswirkungen auf den autonomen Herztonus ergänzen andere kardioprotektive Effekte von Omega-3-Fettsäuren, einschließlich der Senkung des Blutdrucks, chronischen Entzündungen und der Thrombozytenaggregation. Sie erklären somit zumindest teilweise, warum Omega-3-Fettsäuren gut für das Herz sind.

Zukünftige Untersuchungen zur Behandlung sollten die Omega-3-Aufnahme (und den Omega-3-Index) definieren, die diesen Aspekt der Herzfunktion optimiert, so die Forscher. Die vorliegenden Forschungsergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift Prostaglandins, Leukotrienes and Essential Fatty Acids veröffentlicht.

(Quellen: Fatty Acid Research Institute / Cooper Institute / Prostaglandins, Leukotrienes and Essential Fatty Acids)

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Ein Herzinfarkt (Myokardinfarkt oder MI) ist ein schwerwiegender medizinischer Notfall, bei dem die Blutversorgung des Herzens plötzlich blockiert wird, normalerweise durch ein Blutgerinnsel. Ein Herzinfarkt ist ein medizinischer Notfall. Rufen Sie einen Krankenwagen, wenn Sie einen Herzinfarkt vermuten. Ein Mangel an Blut im Herzen kann den…
Cedars-Sinai Medical Center: Neue Forschungsergebnisse, zeigen, dass weder Vitamin D noch die im Fischöl enthaltenen Omega-3-Fettsäuren die Entstehung von Vorhofflimmern, einer potenziell schweren Herzrhythmusstörung, verhindern. Vorhofflimmern ist die häufigste Form von Herzrhythmusstörungen. Übersicht Wirkung und Nutzen von Vitamin D, Fischöl und Omega-3-FettsäurenVorhofflimmern und NahrungsergänzungsmittelHerzrhythmusstörungenWirksame Präventivmaßnahmen Wirkung…
Die Forschung untersucht Omega-3-Fettsäuren, um zu verstehen, wie sie sich auf die Gesundheit auswirken. Menschen, die Fisch und andere Meeresfrüchte essen, haben ein geringeres Risiko für verschiedene chronische Krankheiten. Es ist jedoch nicht klar, ob diese gesundheitlichen Vorteile einfach durch den Verzehr dieser Lebensmittel oder durch…
Früherkennung von Herzerkrankungen: Das schweizerisch-kanadische Medizintechnik-Unternehmen Heart Force hat das nach eigenen Angaben weltweit erste massentaugliche Herz-Screening-Gerät zur Früherkennung und Prävention von koronaren Herzkrankheiten entwickelt und wurde dafür mit dem German Innovation Award in Gold ausgezeichnet. Laut WHO sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen weltweit für die meisten Todesfälle verantwortlich.…
Herzinfarkt und Schlaganfallrisiko bei Diabetes: Die Häufigkeit von Herzinfarkten, Schlaganfällen und anderen kardiovaskulären Komplikationen ist bei Menschen mit Diabetes mellitus in den letzten 20 Jahren zurückgegangen und die Unterschiede in der kardiovaskulären Mortalitätsrate (Sterberate) zwischen Personen mit und ohne Diabetes haben sich verringert. Dies geht aus…
Ernährungsberatung für Kinder und Familien und sein Nutzen die Herz-Kreislauf–Gesundheit: Forscher der Universität Turku in Finnland haben den Nutzen der Förderung der kardiovaskulären Gesundheit durch eine Ernährungsberatung vom Kleinkindalter bis ins frühe Erwachsenenalter untersucht. Ingesamt haben 1.116 Kinder und ihre Eltern aus Turku an der Studie…
Erhöhtes Herzinfarktrisiko: Ein verlorenes Fußballspiel kann bei männlichen Fans einer Fußballmannschaft einen Herzinfarkt auslösen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die auf EAPC Essentials 4 You, einer wissenschaftlichen Plattform der European Society of Cardiology (ESC) veröffentlicht wurde. Die Untersuchung zeigt, nach Meinung von Dr. Lukasz Kuzma…
Isoflavone in Lebensmitteln: Der Konsum von Tofu und Lebensmitteln, die größere Mengen an Isoflavonen enthalten, ist mit einem etwas geringeren Risiko für Herzerkrankungen verbunden. Das gilt insbesondere für jüngere Frauen und Frauen in der Postmenopause, die keine Hormone einnehmen. Das ist das Ergebnis einer wissenschaftlichen Beobachtungsstudie…
Sind Omega-3-Fettsäure-Kapseln und -Präparate eine sinnvolle Nahrungsergänzung? Der Konsum von Omega-3-Fettsäuren, beispielsweise in Form von Nahrungsergänzungsmitteln, hat aufgrund der weit verbreiteten Überzeugung, dass sie vor Krankheiten wie Herzinfarkt, Krebs-Erkrankungen, Schlaganfällen, Angstzuständen und Depression schützen, weltweit stark zugenommen. Ob Omega-3-Fettsäuren tatsächlich vor Krebs oder koronaren Herzerkrankungen schützen,…
Body-Mass-Index (BMI) und Diabetes-Typ-2-Risiko: Ein niedrigerer Body-Mass-Index ist durchweg mit einem verringerten Diabetes-Typ-2-Risiko verbunden, und zwar bei Menschen mit unterschiedlicher Familiengeschichte, genetischen Risikofaktoren und Gewicht. Dies geht aus einer Studie von Manuel Rivas von der Universität Stanford und Kollegen hervor, die in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift PLOS…

Teile den obigen Beitrag!

Weitere interessante aktuelle Beiträge.

Weitere Medizin Docs News

Bei Schmerzen und mentalen Leiden

 

Sehen Sie hier Berichte von Patienten zur Yager-Methode. In einer Studie des Subliminan Therapy Institute zeigte sich, dass nach nur 4 Stunden Behandlung mit Yager Schmerzen und mentale Leiden der Patienten um mindestens 80% vermindert waren.

Mehr zur Methode lesen

Menü