M.A. Dirk de Pol, aktualisiert am 7. Januar 2022, Lesezeit: 3 Minuten

Sie möchten schwanger werden, und fragen sich nun, welche Ernährungsweise gut für eine gesunde Schwangerschaft ist?

Unfruchtbarkeit ist ein immer mehr zunehmendes Problem. Eine Vergleichsstudie, die in der Oxforder Zeitschrift Advance in Nutrition erschien, zeichnet ein eindeutiges Bild.

Die Studienergebnisse der letzten Jahre zeigen, dass eine Ernährung mit hohem Anteil an Transfetten, raffinierten Kohlenhydraten und raffinierten Zucker die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Eine Ernährung nach mediterranen Ernährungsmustern hingegen wirkt sich positiv auf die weibliche Fruchtbarkeit aus. Das heißt eine Ernährungsweise, die reich an Ballaststoffen, Omega-3-Fettsäuren, pflanzlichem Eiweiß sowie Vitaminen und Mineralstoffen ist.

Eine ungesunde Ernährung kann die Zusammensetzung der Mikrobiota stören, und es lohnt sich zu untersuchen, ob die Zusammensetzung der Darmmikrobiota mit der Häufigkeit von Unfruchtbarkeit zusammenhängt. Der Studie zufolge ist noch ungekärt, ob sich Gluten negativ auswirkt. Darüber hinaus liegen keine Daten zu negativen Wirkungen von Alkohol auf die weibliche Fruchtbarkeit vor.

Auf der anderen Seite, Phytoöstrogene haben vermutlich einen positiven Einfluss auf die weibliche Fruchtbarkeit. Dabei handelt es sich um sekundäre Pflanzenstoffe, die zum Beispiel in Sojabohnen, Leinsamen, Hülsenfrüchte und Getreide enthalten sind. Phytoöstrogene sind keine Östrogene im chemischen Sinne, sondern besitzen lediglich strukturelle Ähnlichkeit mit diesen.

Was jedoch eine Nahrungsergänzung zur Steigerung der Fruchtbarkeit betrifft, gibt es noch einige offene Fragen. Es wurde festgestellt, dass Frauen im gebärfähigen Alter Folsäure ergänzen sollten. Darüber hinaus leiden die meisten Frauen – wie die meisten Menschen – an Vitamin D- und Jodmangel. Ein entsprechender Mangel lässt sich leicht durch eine Blutuntersuchung feststellen und gegebenenfalls durch eine Supplementierung beheben.

Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass eine ausgewogene Ernährung alle Mineralstoffe und Vitamine enthalten sollte, mit Ausnahme von Vitamin D und Folsäure, die zusätzlich ergänzt werden sollten. Darüber hinaus wird auch Frauen in der Zeit vor der Schwangerschaft empfohlen, Folsäure zu sich zu nehmen. Insbesondere Frauen mit ungesunder Lebensweise oder beeinträchtigenden Vorerkrankungen sollten die Konzentrationen von Mikronährstoffen und Vitaminen überwachen lassen und bei Mangelerscheinungen eine Nahrungsergänzung in Betracht ziehen.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

Reizdarmsyndrom Algen Darmbeschwerden lindern

Reizdarmsyndrom: Welche Grünalgen Darmbeschwerden wie Durchfall, Blähungen und Völlegefühl lindern

Reizdarmsyndrom: Wissenschaftler testen erstmals Grünalgen-Art auf Symptome, die mit der Verdauung und Problemen wie Durchfall, Blähungen und Völlegefühl zusammenhängen ......

Übergewicht bei 3- und 4-Jährigen sind nach der Pandemie zurückgegangen

Übergewicht bei 3- und 4-Jährigen ist nach der Pandemie zurückgegangen

Studie belegt positive Entwicklung: Übergewicht und Adipositas bei Kindern in Schweden nach der Pandemie rückläufig....

Diabetes: Blutzuckermessung ohne Fingerstich

Diabetes: Blutzuckermessung ohne Fingerstich

Blutzucker messen ohne schmerzhaftes Stechen in den Finger: Entdecken Sie die Vorteile der nicht-invasiven Glukosemessung....

Fermentierte Lebensmitteln verbessern psychische Gesundheit

Fermentierte Lebensmittel verbessern psychische Gesundheit

Die Forschung zeigt die potenzielle Rolle von fermentierten Lebensmitteln bei der Verbesserung der psychischen Gesundheit....

Studie zeigt: Kalorienreduktion ist effektiver für Gewichtsabnahme als intermittierendes Fasten

Studie zeigt: Kalorienreduktion ist effektiver für Gewichtsabnahme als intermittierendes Fasten

Häufigkeit und Größe der Essens haben mehr Einfluss auf das Gewicht als der Abstand zwischen der ersten und der letzten Mahlzeit beim Fasten....