Corona/COVID 19: Zweite Booster-Impfung deutlich wirksam gegen Omicron-Varianten

Gesundheitsnews, Medizin und Forschung, Yale University / Yale School of Medicine

Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 16. Juli 2022, Lesezeit: 3 Minuten

Was bringt eine zweite Auffrischungsimpfung gegen COVID-19?

Eine Studie der U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) hat in einer der ersten Studien zur Wirksamkeit eines zweiten mRNA-Boosters gegen COVID-19 Omicron-Varianten festgestellt, dass eine zweite Booster-Impfung die Wirksamkeit gegen die weit verbreiteten Varianten Omicron BA.1 und BA.2/BA.2.12.1 erheblich verbessert.

Studie belegt Wirksamkeit

Die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen diese Varianten betrug bei der ersten Corona-Auffrischungsimpfung nur 68 Prozent (niedriger als bei den vorherigen Varianten) und sank nach sechs Monaten auf 52 Prozent.

Mit der zweiten Auffrischungsimpfung stieg die Wirksamkeit gegen diese Varianten innerhalb der ersten sechs Monate auf 80 Prozent an. Für die Wirksamkeit nach sechs Monaten liegen noch keine Daten vor.

Schutz vor Krankenhauseinweisungen

Bei der Studie wurde die Wirksamkeit der zweiten Corona-Auffrischungsimpfung im Hinblick auf die Verringerung der mit COVID Omicron BA.1 und BA.2/BA.2.12.1 zusammenhängenden Krankenhauseinweisungen und Aufnahmen in der Notaufnahme untersucht, wobei festgestellt wurde, dass die Impfung sowohl vor Krankenhauseinweisungen als auch vor Aufnahmen in der Notaufnahme schützt.

  • Aktuell empfiehlt die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC eine zweite Auffrischungsimpfung (vierte Impfung) für Personen ab 50 Jahren sowie für mäßig oder schwer immungeschwächte Personen ab 12 Jahren.

Yale-Studie: Bei Ungeimpften ist eine Reinfektion mit SARS-CoV-2 wahrscheinlich

Im Verlauf der COVID-19-Pandemie herrschte große Unsicherheit darüber, wie lange die Immunität anhält, nachdem sich eine ungeimpfte Person mit SARS-CoV-2 infiziert hat.

  • Ein Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Dozenten der Yale School of Public Health und der University of North Carolina in Charlotte hat nun eine Antwort gefunden: Der Schutz nach einer natürlichen Infektion ist nur von kurzer Dauer.

Laut Jeffrey Townsend, Universitätsprofessor für Biostatistik an der Yale School of Public Health und Hauptautor der Studie, kann eine Reinfektion (Wiederansteckung) innerhalb von drei Monaten oder weniger erfolgen. Menschen, die sich in der Vergangenheit infiziert haben, sollten sich daher impfen lassen. Eine frühere Infektion allein bietet nur einen sehr geringen langfristigen Schutz gegen nachfolgende Infektionen.

Quellen

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