Studie zeigt, gute enge Beziehungen sind mit besserer körperlicher Gesundheit verbunden

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Dirk de Pol, aktualisiert am 9. November 2024, Lesezeit: 3 Minuten

Jüngste Studien haben ergeben, dass positive Erfahrungen in engen Beziehungen mit einer besseren körperlichen Gesundheit verbunden sind. Die genaue Art des Zusammenhangs zwischen sozialen Bindungen und der körperlichen Gesundheit eines Menschen ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. Die Ergebnisse neuerer Studien auf dem Gebiet der Sozialpsychologie und der Persönlichkeitswissenschaft deuten darauf hin, dass die Art und Weise, wie man seine intimen Beziehungen empfindet, Auswirkungen auf die Funktionsweise des Körpers haben kann.

Was untersucht die neue Studie?

In der Vergangenheit wurde in kleineren Studien untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen Beziehungsunzufriedenheit oder -konflikten und Stressniveau und Blutdruck gibt oder nicht. Die neue Studie untersucht, wie der Körper auf positive und negative Erfahrungen in romantischen Beziehungen reagiert und wie sich diese Erfahrungen und die daraus resultierenden gesundheitlichen Folgen im Laufe eines einzigen Tages verändern.

Laut dem Hauptautor der Studie, Brian Don von der Universität Auckland, „tragen sowohl positive als auch negative Ereignisse in unseren Beziehungen zu unserem alltäglichen Stress, unserer Bewältigung und unserer Physiologie bei, wie z. B. Blutdruck und Herzfrequenzreaktivität“. Außerdem komme es nicht nur darauf an, wie wir uns in unseren Beziehungen im Allgemeinen fühlen, auch die Höhen und Tiefen sind von Bedeutung.

Im Laufe von drei Wochen meldeten sich 4.005 Personen täglich mit ihrem Smartphone oder ihrer Smartwatch und gaben Auskunft über ihren Blutdruck, ihre Herzfrequenz, ihren Stress und ihre Fähigkeit, damit umzugehen. Außerdem wurden die Teilnehmer gebeten, alle drei Tage Angaben zu ihrer wichtigsten Beziehung zu machen und sowohl die positiven als auch die schlechten Erfahrungen mit dieser Beziehung zu beschreiben.

Zu welchen Ergebnissen gelangen die Forscher?

Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass Personen mit einer größeren Anzahl positiver und einer geringeren Anzahl negativer Erfahrungen ein geringeres Stressniveau, eine bessere Bewältigung und eine geringere Reaktivität des systolischen Blutdrucks aufwiesen, was alles zu einer verbesserten physiologischen Funktion im täglichen Leben führte. Andererseits war das Ausmaß der Variabilität, auch bekannt als tägliches Auf und Ab, das bei negativen Beziehungserfahrungen wie Konflikten auftrat, besonders aussagekräftig für Ergebnisse wie Stress, Bewältigung und den gesamten systolischen Blutdruck.

Dr. Don weist darauf hin, dass eine der allgemeineren Implikationen dieser Studie darin besteht, dass es wichtig ist, die Art und Weise zu berücksichtigen, in der externe Stressoren wie z.B. eine Pandemie die Beziehungen zwischen Menschen und damit ihre körperliche Gesundheit beeinflussen können.

Laut Dr. Don „sind Beziehungen in einer Epidemie außerordentlichen Herausforderungen, Instabilitäten und Umwälzungen ausgesetzt“. Mit anderen Worten: Da die letzte Pandemie erhebliche Belastungen, Turbulenzen und Schwankungen in den Beziehungen der Menschen verursacht hat, kann sie indirekt Stress, Bewältigung und Physiologie im täglichen Leben verändern, was alles wichtige Auswirkungen auf das körperliche Wohlbefinden hat. Dies bedeutet, dass eine Pandemie auch auf dieser Ebene starke Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann.

Quellen

  1. Brian P. Don, Amie M. Gordon, Wendy Berry Mendes. The Good, the Bad, and the Variable: Examining Stress and Blood Pressure Responses to Close Relationships. Social Psychological and Personality Science, 2023; 194855062311560 DOI: 10.1177/19485506231156018

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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