Neue Behandlungsmethode für Kinder, die extrem wählerisch beim Essen sind

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Medizin Doc Redaktion, aktualisiert am 22. Oktober 2019, Lesezeit: 3 Minuten

Essgewohnheiten: Was tun, wenn Kinder sehr wählerisch beim Essen sind?

Kinderforscher haben ein neues Programm zur kognitiven Verhaltenstherapie vorgestellt, das Eltern spezielle Techniken zur Verfügung stellt, um das Essverhalten und die Essgewohnheiten ihres Kindes zu verbessern und die Auswahl an gesunden Lebensmitteln zu erweitern, die ihre Kinder essen.

  • Obwohl die Studiengröße gering war, berichteten die beteiligten Eltern von „lebensverändernden“ Verbesserungen. Die Ergebnisse der Studie von Forschern des Children’s Hospital of Philadelphia (CHOP) und der University of Pennsylvania wurden in der Zeitschrift Cognitive and Behavioral Practice veröffentlicht.

Behandlung von Kindern, die extrem wählerisch beim Essen sind

An der Studie nahmen insgesamt 21 Patienten und ihre Eltern teil, die an die Picky Eaters Clinic des Children’s Hospital of Philadelphia überwiesen wurden.

Familien, einschließlich des Kindes, nahmen an einer diagnostischen Bewertung teil und wurden auf ihre Behandlungsfähigkeit hin untersucht.

Die Kinder waren im Alter von 4 bis 12 Jahren und wurden aufgrund übermäßig wählerischer Ernährung und damit verbundener Funktionsstörungen mit ARFID diagnostiziert.

Die Familien berichteten, dass das wählerische Essverhalten erheblichen Stress verursachte.

Der elterliche Stress resultierte beispielsweise aus:

– Einer Ernährung mit weniger als 20 Lebensmitteln

– Der Weigerung ganzer Lebensmittelgruppen (typischerweise Gemüse, Fleisch oder Obst)

– Schwierigkeiten beim Reisen oder Restaurantbesuchen

– Verweigerung zu essen, wenn sie mit einer neuen oder nicht bevorzugten Mahlzeit versorgt wurden,

– Mangelnder Motivation des Kindes, sich zu ändern oder mangelnder Bereitschaft, sich behandeln zu lassen.

  • Die sieben klinischen Sitzungen fanden über einen Zeitraum von sechs Monaten statt. Die ersten vier Sitzungen wurden im Abstand von einer Woche abgehalten.

Die fünfte und sechste Sitzung lagen im Abstand von zwei 3 bis 4 Wochen, so dass die Familien Zeit hatten, die vorgegebenen Verhaltensstrategien zu Hause anzuwenden.

Die Kinder wurden zu Hause aufgefordert, eine Portion eines neuen oder nicht bevorzugten Essens zu kauen und zu schlucken, wofür es nach dem Essen belohnt wurde.

Quellen

 

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
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