Studie: Was dem Hummel-Rückgang entgegenwirken kann

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Torsten Lorenz, Beitrag vom 30. April 2021

Biodiversität: Bereits seit mehr als einem Jahrzehnt warnen Ökologen vor einem Rückgang der Hummelpopulationen in Europa und Nordamerika. Forscher der University of Illinois at Urbana-Champaign haben nun in einer Studie die genauen Gründe für den Rückgang von Hummeln untersucht. Den Studienergebnissen zufolge sind Frühlingsblumen im Wald wahrscheinlich der Schlüssel zum Überleben von Hummeln.

Ein Hauptgrund für einem Rückgang der Hummelpopulationen ist die Zerstörung des Lebensraums der Hummeln. Während sich die Bemühungen um den Erhalt der Wildbienen im Mittleren Westen oft auf die Wiederbepflanzung der Prärien mit einheimischen Blumen konzentrieren, zeigt eine neue Studie der University of Illinois at Urbana-Champaign, dass die Verfügbarkeit von Frühlingsblumen in bewaldeten Landschaften immer weiter abnimmt.

Die Knappheit der Frühlingsblumen in Wäldern – eine Hauptnahrungsquelle für Hummeln zu dieser Jahreszeit – gefährdet wahrscheinlich die Fähigkeit der Bienenköniginnen, ihre Nistsaison zu beginnen und zu überleben, bis andere florale Ressourcen verfügbar werden, so die Autoren der Studie.

Die Forscher haben Langzeit-Vegetationsdaten von 262 zufälligen Standorten in ganz Illinois ausgewertet, die meisten davon in Privatbesitz.

Mit Hilfe eines Datenfilters analysierten sie zwei Untergruppen von Pflanzen: diejenigen, die von Hummeln im Allgemeinen genutzt werden, und diejenigen, von denen man annimmt, dass sie von der gefährdeten Rostfleckenhummel (Bombus affinis) bevorzugt werden. Anschließend untersuchten die Forscher, ob die Häufigkeit und der Reichtum dieser Nahrungsquellen von Hummeln seit 1997 entweder zugenommen beziehungsweise abgenommen hat oder gleich geblieben ist.

Zudem untersuchte das Forscherteam an der University of Illinois at Urbana-Champaign den Zeitpunkt der Blüte, um die Verfügbarkeit der floralen Ressourcen über das ganze Jahr hinweg für jeden Lebensraumtyp zu kartieren: Wald, Grasland (Grünland) und Feuchtgebiet. Außerdem analysierten sie Satellitendaten, um die Entwicklung der Wald-, Grünland-, Feuchtgebiets- und landwirtschaftlichen Flächen seit 1997 zu verfolgen.

Die Untersuchungen erbrachten einige gute Nachrichten: Die Wissenschaftler fanden beispielsweise heraus, dass die Hummel-Nahrungspflanzenbedeckung im Grasland (Grünland) von Illinois seit 1997 um etwa 7 Prozent zugenommen hat; was darauf hindeutet, dass die Wiederherstellung oder die Managementmaßnahmen der Landbesitzer erfolgreich sind.

Die Satellitendaten zeigten jedoch auch, dass die Gesamtfläche des Grünlands im Bundesstaat im gleichen Zeitraum um etwa 7,5 Prozent schrumpfte.

Während der Reichtum an floralen Ressourcen im Grünland zunahm, sahen die Forscher indes einen gegenteiligen Trend in den bewaldeten Gebieten des Staates, wobei die Nahrungspflanzen für Bienen in den Wäldern seit 1997 um drei bis vier Prozent abnahmen.

Das wichtigste Ergebnis dieser Studie war den Forschern zufolge, dass die Waldpflanzen, die im Frühjahr blühen, anscheinend abnehmen, und der Zeitpunkt dieser Blüten stimmt fast perfekt mit dem Zeitpunkt überein, an dem die Königinnen auf Futtersuche sind.

Die Forscher können es nicht mit Sicherheit sagen, aber wenn das abnehmende Nahrungsangebot zum Rückgang der Hummeln beiträgt, hängt es höchstwahrscheinlich damit zusammen, wann die Königinnen versuchen, Nester zu bauen.

Frühere Studien haben gezeigt, dass der Verbiss durch Rehe und invasive Sträucher die Fülle an blühenden Pflanzen in Wäldern reduziert. Auch der Klimawandel verschiebt die Blütezeiten vieler Pflanzen, was möglicherweise zu einem Missverhältnis zwischen den Bedürfnissen der Bienen und der Verfügbarkeit von Nahrung führt.

Der Wald ist ein wirklich wichtiger Lebensraum für Bienen zu Beginn der Saison, der bei der Planung des Bestäuberschutzes oft übersehen wird, so die Forscher abschließend.

Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung wurden unter dem Titel „Long-term surveys support declines in early-season forest plants used by bumble bees“ im Journal of Applied Ecology veröffentlicht. Die Autoren der Studie sind: John M. Mola, Leif L. Richardson, Greg Spyreas, David N. Zaya und Ian S. Pearse.

(Quellen: University of Illinois at Urbana-Champaign / Journal of Applied Ecology)

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