Studie: Höhere Stimme lässt Frauen jünger erscheinen

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Dirk de Pol, aktualisiert am 21. Juli 2022, Lesezeit: 3 Minuten

Forscher der Universität Wien untersuchten, ob die Stimmlage einen Einfluss darauf hat, wie weibliche Gesichter bewertet werden. Dabei zeigte sich, dass eine höhere Stimmlage bei Frauen tatsächlich einen Einfluss darauf hat, wie ihre Gesichter bewertet werden.

Die Gesichter von Frauen mit einer höheren Stimme wurden als jünger bewertet. Dass die Gesichter auch als attraktiver, weiblicher oder gesünder eingestuft werden, wie die Forscher eingangs erwarteten hatten, traf hingegen nicht zu.

Bisherige Schwerpunkte der Attraktivitätsforschung

Der bisherige Schwerpunkt der Attraktivitätsforschung lag hauptsächlich auf dem visuellen Sinn. Welche Gesichter werden bevorzugt und warum eigentlich? Schließlich wurden dann auch Merkmale wie die Stimme oder der Geruch in verschiedenen Studien berücksichtigt.

In früheren Experimenten wurde zum Beispiel eine höhere Stimmlage bei Frauen als attraktiver, jünger, weiblicher und gesünder angesehen – Eigenschaften, die aus evolutionärer Sicht bei potenziellen Partnern bevorzugt werden.

Der Ansatz der neuen Studie

In der neuen Studie der Universität Wien bewerteten die Teilnehmer Videos von Frauengesichtern nach Attraktivität, Alter, Weiblichkeit und Gesundheit. Die Stimmlage wurde dabei so manipuliert, dass die Teilnehmer die gleichen Videos zweimal sahen. Allerdings einmal mit einer etwas höheren Stimmlage. Ziel der Untersuchung war es, festzustellen, ob diese subtilen Unterschiede in der Stimmlage Auswirkungen auf die Bewertung von Gesichtern haben.

Was sind die Ergebnisse der Studie?

Die Forscher gelangten zu dem Ergebnis, dass eine höhere Stimme dazu führt, dass Gesichter im Durchschnitt ein halbes Jahr jünger beurteilt werden. Anders verhält es sich bei der Beurteilung von Attraktivität und Geschlecht. Für die Forscher war überraschend, dass Tonaufnahmen mit höherer Frauenstimme nicht als attraktiver eingestuft wurden als Stimmen mit niedrigerer Tonlage.

Die Studie wurde in der Zeitschrift Frontiers in Psychology veröffentlicht.

Quellen

Der Beitrag beschäftigt sich mit einem medizinischen Thema, einem Gesundheitsthema oder einem oder mehreren Krankheitsbildern. Dieser Artikel dient nicht der Selbst-Diagnose und ersetzt auch keine Diagnose durch einen Arzt oder Facharzt. Bitte lesen und beachten Sie hier auch den Hinweis zu Gesundheitsthemen!

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