ddp, aktualisiert am 23. September 2018, Lesezeit: 3 Minuten

Für uns alle ist Glauben, ist das, was wir glauben, ein entscheidender Erfolg- und Glückschlüssel. Doch unter „Glauben“ können wir ganz unterschiedliche Dinge verstehen: von Meinungen, Glaubenssätzen, bis hin zu wissens-, erfahrungsbasierten oder auch religiösen Überzeugungen.

Besonders wichtig sind unsere Glaubenssätze, die eigentlich nur Annahmen sind, mit denen wir aber ein Gefühl der Sicherheit verbunden haben und die wir für wahr halten. Solche Glaubenssätze sind jedoch lediglich Interpretationen und Verallgemeinerungen oder Theorien, warum die Dinge sind, was sie sind. Glaubenssätze beeinflussen so, was wir wahrnehmen, denken, tun und uns selbst zutrauen. Oftmals sind sie uns sogar unbewusst.

Mehrere sich einander bestätigen Glaubenssätze können ein mächtiges System bilden und als solches gut und funktional oder aber auch schlecht und eher dysfunktional sein.

Gute Glaubenssätze und -systeme erlauben uns eine positive, lebensbejahende und konfliktfreiere Orientierung in der Welt und eine bessere Kommunikation mit anderen Menschen, was für unseren Erfolg und unsere Zufriedenheit wichtig ist.

Unsere Glaubenssätze werden geprägt durch Wiederholung und die damit verbundene Gewöhnung, durch Autoritäten und prägende emotional aufgeladene Situationen. Glaubenssätze tendieren dazu, sich selbst zu erhalten und zu bestätigen, da sie oft wie ein Wahrnehmungsfilter wirken und so unsere Wahrnehmung der Welt stabilisieren.

Es gibt unterschiedliche Typen von Glaubenssätzen, die über unseren Erfolg und unser Glück mitentscheiden:

Zielerwartungssätze: Ich glaube, dass es für mich möglich ist, mein Ziel zu erreichen!

Selbstwirksamkeitssätze: Ich glaube, dass ich (grundsätzlich) alles habe, was ich brauche, um mein Ziel zu erreichen.

Reaktionserwartungssätze: Ich glaube, das Resultat meiner Aktivitäten wird das und das sein.

Wenn wir nicht erwarten, eine Herausforderung meistern zu können (mangelnde Zielerwartung), und nicht glauben, dazu fähig zu sein (mangelnde Selbstwirksamkeitserwartung) werden wir nichts tun und eher apathisch reagieren.

Um in diesem Sinne hinderliche, uns eher einschränkende Glaubenssätze aufzuspüren, können wir uns einfach fragen, was über das Leben, unser Leben, Arbeit, Beziehungen, Partnerschaft, Liebe, unser Selbstbild, unsere Fähigkeiten usw. denken.

Wenn wir die Antworten ohne Bewertung einfach aufschreiben, können wir uns im nächsten Schritt bewusst fragen, ob das wirklich wahr ist, was wir da so glauben und welche Glaubenssätze wir vielleicht ändern möchten, da ganz offensichtlich ist, dass sie uns einschränken.

Wenn es schwer fällt einen alten hinderlichen Glaubenssatz aufzugeben, kann es helfen, wenn wir uns fragen, welchen Preis wir in der Vergangenheit bereits für diesen Glaubenssatz bezahlt haben: tatsächlich finanziell oder auch emotional oder nervlich. Und was kostet uns dieser Glaubenssatz in der Gegenwart und in der Zukunft?

Durch welchen eher postiv oder neutral wirkenden Glaubenssatz können wir ihn ersetzen?

Das können wir tun, um unser Glaubenssystem insgesamt zu stärken:

    • Meditieren
    • Affirmationen nutzen
    • Negative Glaubenssätze schwächen oder auflösen
    • Um Vergebung bitten
    • Anderen und uns selbst vergeben
    • Zeit in der Natur verbringen
    • Das eigene Vertrauen stärken
    • Übertriebene Kontrolle abbauen

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