Die gesundheitlichen Vorteile einer ökologisch-nachhaltigen Ernährung

Ernährung, Medizin News, Gesundheit und Forschung

Torsten Lorenz, Beitrag vom 9. Dezember 2021

In einer groß angelegten Bevölkerungsstudie der Universität Lund in Schweden wurde nachgewiesen, dass ökologisch-nachhaltigere Ernährungsgewohnheiten mit gesundheitlichen Vorteilen wie einem geringeren Risiko eines vorzeitigen Todes durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs verbunden sind.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass es Ernährungsrichtlinien gibt, die sowohl für die Gesundheit des Planeten als auch für die persönliche Gesundheit von Vorteil sind.

In dem Bericht der EAT-Lancet-Kommission wird beschrieben, wie die Welt ihre Nahrungsmittelproduktion und ihren Verbrauch umstellen muss, wenn die ohnehin schon fragile Umwelt und die knappen Ressourcen der Erde im Jahr 2050 für 10 Milliarden Menschen ausreichen sollen.

Untersucht wurden sechs verschiedene Bereiche: Klimaauswirkungen, Wassernutzung, biologische Vielfalt, Phosphor- und Stickstoffverbrauch und Versauerung.

Die EAT-Lancet-Ernährung hat Zielwerte für die tägliche Aufnahme einer Auswahl verschiedener Lebensmittel und besteht aus viel Vollkorn, Gemüse, Obst, Nüssen, Samen und Hülsenfrüchten (Erbsen, Bohnen und Linsen) sowie deutlich weniger Fleisch, Zucker und gesättigten Fetten im Vergleich zum derzeitigen Konsum.

Auf der Grundlage von statistischen Berechnungen wurden in dem Bericht auch die Vorteile der Ernährung für die menschliche Gesundheit und Lebenserwartung abgeschätzt.

Die Forscherinnen und Forscher an der Universität Lund wollten wissenschaftlich untersuchen, inwiefern die EAT-Lancet-Ernährung mit der gesundheitlichen Situation zusammenhängt, da sie noch nicht ausreichend bewertet wurde.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass diese Ernährungsweise mit einem geringeren Risiko eines vorzeitigen Todes in Verbindung gebracht werden kann.

Insgesamt untersuchten die Forscher 22421 Teilnehmer aus der Malmöer Ernährungs- und Krebskohorte, um die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Gesundheit zu analysieren.

Während einer durchschnittlichen Nachbeobachtungszeit von 20 Jahren untersuchten die Forscher den Zusammenhang zwischen der Ernährung der Teilnehmer und der Sterblichkeit. Der Zusammenhang wurde um Faktoren wie Rauchen, körperliche Aktivität, BMI und hohen Alkoholkonsum bereinigt.

Personen, deren Ernährungsweise der EAT-Lancet-Ernährung am nächsten kam, hatten demnach ein um 25 Prozent geringeres Risiko eines vorzeitigen Todes im Vergleich zu Personen, die sich am wenigsten an die EAT-Lancet-Ernährung hielten.

Als die Forscher spezielle Todesursachen untersuchten, konnten sie die EAT-Lancet-Ernährung mit einem um 32 Prozent geringeren Risiko in Verbindung bringen, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, und mit einem um 24 Prozent geringeren Risiko, an Krebs zu sterben.

Auch in den Fällen, in denen die Ernährungsgewohnheiten der Studienteilnehmer weit von den Zielwerten der EAT-Lancet-Ernährung entfernt waren, konnten die Forscher einen deutlichen Unterschied in der Gesamtsterblichkeit feststellen.

Die vorliegende Studie wurde in dem Fachblatt The American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht.

Quellen: Lund University / Anna Stubbendorff et al, Development of an EAT-Lancet index and its relation to mortality in a Swedish population, The American Journal of Clinical Nutrition (2021). DOI: 10.1093/ajcn/nqab369

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